Gesellschaft

Bitte, Doktor, mach mich schön!

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Wann bin ich schön?
«Der Blick in den Spiegel zieht mich total runter. Nichtssagende Haare, hässliches Gesicht, breite Nase, dünne Lippen, komisches Kinn. An meinen Körper darf ich da gar nicht denken: Bauch und Po sind rund und schwabbelig, dafür bin ich sonst total flach. Warum bin ich nur so hässlich?»

In Deutschland würde jedes vierte Mädchen zwischen 11 und 17 Jahren einer Schönheits-OP zustimmen. Die glamourösen Hollywood-Stars machen es vor, und auch in Europa sinkt die Hemmschwelle, wenn es um Schönheitseingriffe geht. Fettabsaugung geht doch schnell und effektiv. Silikonbrüste hat auch jeder, und warum nicht eine Nase in ein Näschen verzaubern?

Die Schönheitsfalle

Schön sein ist in unserer Gesellschaft so wichtig wie nie. Eine gemeine Lüge will sich in unser Denken drängen: Wer hässlich ist, ist nichts wert. Aber ist schön sein wirklich alles? Wer bestimmt überhaupt, was schön und was hässlich ist? Und wenn man ehrlich ist: Sind Schlauchbootlippen, Magermodell-Knochen-Look, Einheitsnasen und Silikonbrüste wirklich schön?

Ab wann bin ich schön genug?

Gerade als Teenager ist es schwer, sich selbst richtig einzuschätzen. Der Körper ist mitten in einer Entwicklungsphase und verändert sich teilweise täglich. Die meisten Jugendlichen, die sich fett und hässlich fühlen, sind eigentlich sehr hübsch und ganz normal gebaut. Das Gefühl, hässlich zu sein, hat nichts mit der Realität zu tun. Leider kann man Minderwertigkeitsgefühle nicht wegoperieren. So kommt es, dass sich viele hübsche Menschen immer und immer wieder unters Messer legen, aber das eigentliche Problem - das Gefühl, nicht schön genug zu sein - verschwindet nicht.

Liebe, Wert und Anerkennung

Fast nichts tut mehr weh, als wenn man sich wertlos fühlt. Es bricht Gott das Herz, wenn du so über dich denkst. Denn er hat dich genau so geschaffen, wie du bist. Er findet dich wunderschön. Er ist stolz auf dich. In seinen Augen bist du sehr wertvoll. Ja, er hat dir einen Körper gegeben, der älter wird, der sich verändert, der an manchen Tagen besser aussieht als an anderen. Aber eigentlich ist das nur zweitrangig.

Denn Gott sieht dir durch alle Schrammen, Pickel und scheinbare Makel mitten ins Herz, und er liebt, was er sieht: dich. Also, lass dich nicht anstecken von dieser Hysterie und dem Streben nach «perfekter Schönheit». Schau lieber auf den, der wirklich perfekt ist: Gott. Er liebt dich über alles - egal, was andere von dir halten.


Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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