Sporthochschule sucht Probanden

Laufen entspannt ähnlich wie Beten

Wer regelmässig läuft, weiss um die Wirkung von Sport auf Körper, Seele und Geist. Laufsport und das Beten haben etwas gemeinsam: Sie können Körper und Geist beruhigen. Die Deutsche Sporthochschule Köln erforscht diese Zusammenhänge.

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Regelmässiges Lauftrainig entspannt. (Foto: Wikipedia, Gruban / Patrick Gruban)
Das Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft der Deutschen Sporthochschule Köln beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie sich körperliche Aktivität auf die gesamte Befindlichkeit auswirken. Laut den Forschern würden sich sowohl Beter als auch Läufer entspannen; das sei auch auf verschiedene Weise messbar.

«Beides kann Stress bewältigen helfen; entscheidend ist jedoch die individuelle Bewertung und die Integration des Erlebten in den Alltag», erklärt Projektleiter Stefan Schneider.

Beter gesucht

Die Deutsche Sporthochschule Köln sucht Menschen, die regelmässig mindestens 30 Minuten beten und von sich selbst sagen, dass sie dadurch positiv beeinflusst werden. Mit ihnen zusammen wolle man diesem Effekt weiter auf den Grund gehen. Die Sporthochschule arbeitet dafür mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn zusammen.

Körperliche Dimension

Es gehe laut Schneider nicht darum, den Sport auf eine religiöse Ebene zu heben oder die Religion kleinzureden. Es soll stattdessen die Grundlagen einer Spiritualität des Sports herausgearbeitet werden. Die Studie solle helfen zu verstehen, dass Gebet auch eine körperliche Dimension habe.

«Es geht in beiden Fällen um eine Auszeit von der Welt», sagt Schneider, der sowohl evangelische Theologie als auch Sport studiert hat. Laufen kann Beten nicht ersetzen, so Schneider; gerade nicht, wenn es um ein Notgebet gehe oder ein Trauergebet. Aber es könne für spirituelle Erlebnisse genutzt werden.

Spiritueller Laufcoach

Inzwischen gibt es ja schon Adventsläufe und Pilgerläufe. «Da ist längst das nur Körperliche überschritten, da geht es nicht mehr um Fitwerden oder Abnehmen», sagt der österreichische Coach und Erlebnispädagoge Winfried Hofer.

Hofet hat daher Lehrgänge zum «diplomierten spirituellen Laufcoach» entwickelt. «Der individuelle spirituelle Zustand ist letztlich das Ziel», sagt Hofer. Er hat sein Konzept unter anderem auf Ergebnissen der Hirnforschung und der Psychologie aufgebaut und will sich damit von Esoterik und Wellness abgrenzen.

Zum Thema:
Interessierte Personen können sich für die neue Studie melden bei:
Stefan Schneider, Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft, Telefon in Deutschland: 0221/ 49 82 75 10; schneider@dshs-koeln.de
Webseite der Deutschen Sporthochschule Köln

 

Datum: 27.10.2010
Autor: Bruno Graber
Quelle: Livenet.ch / Informationsdienst Wissenschaft idw, Ratschlag 24

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