Gospelkirchentag in Karlsruhe
Festival des gesungenen Glaubens
Vom 10. bis 12. September 2010 treffen sich Gospelfreunde in Karlsruhe. Über 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und mehr als 50.000 Citybesucher aus ganz Europa werden in der badischen Metropole erwartet.
So werden mit dem Opstand Gospel Choir (DK), dem Stavanger Gospel Choir (N) und dem Oslo Gospel Choir (N) drei skandinavische Gospelexporte live zu erleben sein, ergänzt um einen Auftritt der amerikanischen A cappella-Band «Naturally 7» beim Galakonzert am 11. September, die bereits einen Nummer-1-Hit in den deutschen Charts hatte.
Bei der Eröffnungsfeier wird Nina Hagen zusammen mit den Allstars von Dieter Falk mitwirken und Lieder ihres neuen Gospel-Albums «Personal Jesus» präsentieren.
Gospelmusik beliebt
Mehr als 100.000 Menschen singen einer Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zufolge in rund 3.000 deutschen Gospelchören. Deshalb sieht die musikmissionarische «Creative Kirche» in Witten, die das dreitägige Gesangsfestival initiiert hat, in der Gospelbewegung eine grosse Chance, mehr Menschen für das Evangelium und die Kirche zu begeistern.
Musik führt zu Kirchenengagement
«Für mich ist Gospel kirchliche Popmusik, die vom Glauben erzählt», sagt Martin Bartelworth, Geschäftsführer des internationalen Gospelkirchentags. Die bundesweite Gospelchor-Studie belege die hohe Motivation und Offenheit der Menschen, sich mit Glaube und Kirche auseinanderzusetzen. Viele Menschen, die sonst nicht in der Gemeinde vorbeischauen würden, seien über den Gospel zu ihrem Kirchenengagement gekommen.
Gospelchöre fördern Gemeinschaft
Gospelsängerinnen und -sänger sind der Studie zufolge im Schnitt 42 Jahre alt und damit deutlich jünger als die in Kirchengemeinden engagierten Menschen (52 Jahre). Die Chormitglieder seien grösstenteils weiblich (80 Prozent). Nachwuchssorgen gibt es laut der EKD-Studie bei den Gospelchören nicht. Sie wirken integrierend nicht nur für Jung und Alt, sondern auch für Neueinsteiger sowie Sänger anderer Konfessionen.
Gospelchöre integrierten und stifteten Gemeinschaft zwischen Konfessionen und Generationen, sagt Bischof Fischer. Die Gottesdienstbesucher identifizierten sich wesentlich über die Musikstile. Daher müssten die Gottesdienste noch vielfältiger werden. «Diese Musik regt etwas an, was die klassische Kirchenmusik nicht schafft», sagt Bischof Fischer.
Webseite:
www.gospelkirchentag.de
Quelle: epd/Gospelkirchentag/Livenet
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