Baselbieter Kirchen realisierten zwei kreative Ideen zum Jahr der Bibel

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Baselbieter Kirche
Die Baselbieter Landeskirchen haben am Wochenende zwei kreative Aktionen zum Jahr der Bibel vorgestellt.

Die katholische und die reformierte Landeskirche hatten Künstler aufgefordert, Beiträge für eine Ausstellungen zum „Buch der Bücher“ zu gestalten. Die Idee zur Ausstellung hatte Paul Dalcher, Kommunikationschef der reformierten Kirche Baselland. „Das Echo war derart gut“, sagte sein Kollege von der römisch-katholischen Kirche, Matthys Klemm, an der Vernissage, „dass wir Platzangst kriegten“. Über 70 Kunstschaffende aus dem Baselbiet beteiligten sich. Der Ausstellungsraum, die Aula des Sekundarschulhauses Hinterzweien in Muttenz, wurde fast zu klein.

Was die Bibel auslösen kann …

Die Ausstellung bot laut der Basler Zeitung (BaZ) einen guten Eindruck von dem, was die Bibel heute in Menschen auslösen kann. Ob ein Gouache-Bild mit Johannes dem Täufer oder eine Serie abstrakter Kreis-Collagen zur Genesis, ob Engelsfiguren auf Seidenbatik oder Friedensaktivisten auf fotografischen Porträts: „Da waren Gefühlsregungen am Werk, die zum Nachdenken anregen können“, schwärmte die BaZ.

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Paul Dalcher
Eine andere Ideen hatten die Katecheten und Katechetinnen der katholischen und der reformierten Kirche Liestal: Sie liessen hunderte von Religionsschülern und zahlreiche Erwachsene während über einem halben Jahr Teile der Bibel abschreiben. Daraus entstanden fünf dicke, gebundene Bücher, u. a. das Buch Genesis, die Psalmen und die Apostelgeschichte, die am Wochenende der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Ein Teil der Schüler machte begeistert mit, andere weniger, was sich zum Beispiel in der Qualität der beschriebenen Texte ausdrückt. Zu den beschriebenen Texten kamen Zeichnungen, Illustrationen und reich verzierte Anfangsbuchstaben. Nicht alle Illustrationen haben einen Bezug zur Bibel; nun kommt auch der FC Basel in der Bibel vor.

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Mönche in Kellergewölben …

Einige Schulklassen liessen sich etwas besonderes einfallen: Sie verkleideten sich als Mönche und schrieben ihre Texte in einem Keller des Kirche ab. Sie erinnerten sich, dass im Mittelalter die Bibel von Mönchen abgeschrieben wurde.

Nun soll auch dafür gesorgt werden, dass die aufwändig abgeschrieben Bibelteile nicht in einem Büchergestell verstauben. Die Buchseiten verfügen über einen breiten Rand. Dieser lädt dazu ein, eigene Bemerkungen, Gedanken und Einfälle darauf zu notieren. Schliesslich sei auch der Talmud über Jahrhunderte hinweg immer wieder mit Kommentaren fortgeschrieben worden, heisst es zur Begründung. Wer sich daran beteiligen will, hat im Dichtermuseum und in der katholischen Kirche die Gelegenheit dazu. Denn dort wird je eines der Bücher aufliegen. Es gibt dazu die Idee, dass aufgeschriebene Fragen und Kommentaren später in die Gottesdienste einbezogen werden.

Quelle: Livenet/BaZ

Datum: 12.11.2003
Autor: Fritz Imhof

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