Sexualkunde im Kanton Bern

Keine offensive Sexualerziehung in den Schulen

Der EVP-Grossrat Daniel Steiner war mit seiner Motion zur schulischen Sexualerziehung im Kanton Bern erfolgreich. Der Rat unterstützte seine Anliegen. Weiterhin gilt in der Sexualkunde der Lehrplan 95.

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Daniel Steiner
Daniel Steiner hatte im September 2011 eine Motion mit folgenden Forderungen eingereicht:

  1. Die Grobziele und Inhalte der Sexualerziehung im Lehrplan 21 orientieren sich am aktuell geltenden Lehrplan für die Volksschule des Kantons Bern 1995 (Lehrplan 95).

  2. Die primäre Verantwortung für die Sexualerziehung liegt bei den Eltern. Wie bisher haben sie auch im Rahmen des Lehrplans 21 das Recht, ihr Kind von der schulischen Sexualerziehung dispensieren zu lassen.

  3. Die Sexualerziehung im Lehrplan 21 hat alters- und stufengerecht zu erfolgen. Die Lehrpersonen beachten dabei die Unterschiede in der körperlichen und seelischen Entwicklung von Mädchen und Knaben.

Jetzt hat der Grosse Rat allen drei Punkten zugestimmt. Während die ersten beiden Punkte als Postulat angenommen worden sind, wurde der dritte Punkt angenommen, aber trotzdem abgeschrieben, weil die Forderung gemäss der Zusicherung von Regierungsrat Bernhard Pulver bereits erfüllt sei und die Bestimmungen auch weiterhin gelten sollen.
 
Pulver versicherte im Grossen Rat, dass der Sexualkundeunterricht mit dem neuen Lehrplan nicht verändert werde. Keine Kindergärtnerin werde Pornos zeigen oder mit den Kindern über Sexualpraktiken reden. Auch bliebe die Sexualkunde gemeinsame Aufgabe von Eltern und Schule. Er versprach, die Frage der Dispensation mit der Einführung des neuen Lehrplans vertieft zu prüfen. Hinter der Motion von Steiner standen namentlich die EVP, die SVP und die EDU.

Mehr zum Thema:
Sexualerziehung im Lehrplan 21 - Bern soll am heutigen Konzept festhalten

Datum: 29.03.2012
Autor: Fritz Imhof
Quelle: Livenet

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