Studienreform bei IGW

Mehr Persönlichkeitsbildung und Praxis

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Auf die aktuellen Herausforderungen reagieren: Rektor Fritz Peyer.
Mit einer Studienreform packt das "Institut für Gemeindebau und Weltmission" (IGW) die Herausforderungen des europäischen Bologna-Prozesses*. IGW, das aktuell 340 Präsenz- und Fernstudierende in der Schweiz und 30 in Deutschland hat, bietet künftig auch ein fünfjähriges Theologiestudium für Matura-Abgänger an. In der Reform werden die bisherigen Programme zu Bachelor- und Master-Studiengängen umgeformt.

Der bisher Diplomstudium genannte Lehrgang soll neu zum Bachelor of Arts (B.A.) führen. IGW setzt zwölf Jahre Schul- und Berufsbildung voraus. In vier Jahren erwerben die Studierenden 180 Credits. Im Zuge der Reform werden die Studenten, die ein Jahr des Diplomstudiums hinter sich haben, im Sommer transferiert. Den anderen empfiehlt IGW, das Diplom zu erwerben und dann für den Master-Abschluss weiterzuarbeiten.

Parallel zum B.A.-Studiengang bietet das Institut ab Sommer für Mittelschulabgänger ein dreijähriges Grundstudium in Theologie an (Bachelor of Theology, B.Th.) an, das sich durch die Fokussierung auf historische und theologische Fächer vom B.A.-Programm unterscheidet. Mit beiden Abschlüssen kann weiterstudiert und der entsprechende Master-Abschluss (M.A. in Praktischer Theologie bzw. M.Th.) erworben werden. Sämtliche Abschlüsse sind IGW-Diplome. Rektor Fritz Peyer verschweigt nicht, dass in den letzten Jahren weniger Leute mit Matura bei IGW begonnen haben – „wir wollen sie zurückgewinnen“.

Als Persönlichkeit gerüstet…

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Inspirierende Referate: Fritz Peyer und Michael Girgis, fürs Bachelor - Programm zuständig, am ‚forum gemeinde innovation’ im März, in der Mitte der Sozialunternehmer Hans-Peter Lang.
IGW International ( www.igw.edu ) hat seinen Sitz in Zürich. Vorlesungen werden auch in Olten und Burgdorf gehalten; die deutsche Tochter hat vier Standorte für eine kleine, aber wachsende Zahl von Studierenden (im Herbst neu Chemnitz). Seit dem Start 1990 sucht IGW die Förderung von fachlichen und Handlungskompetenzen mit Persönlichkeitsbildung zu verbinden. Die Anstellung, welche die Teilzeitstudierenden in einer christlichen Gemeinde oder einem Werk haben, fordert und fördert die persönliche Entwicklung. Das Hin und Her zwischen Studium, Arbeit und Privatleben erfordert laut dem Rektor Selbstdisziplin; „wer eine klare Wochenstruktur benötigt, hat bei uns Probleme“. persönliche Entwicklung. Die Praxisnähe ist das Markenzeichen von IGW, sie für Studienzwecke in Dienst zu nehmen bleibt seine ständige komplexe Aufgabe.

…im geistlichen Dienst überleben

Da die Anforderungen an christliche Leiter gestiegen sind, will IGW mehr tun für die Persönlichkeitsentwicklung – mit PBX. Das Kürzel steht für „Persönlichkeit, Begleitung und Praxis“. Die PBX-Module sollen die B.A.-Theoriekurse ab Herbst 2007 ergänzen; es geht in den vier Jahren um Rollen- und Teamverhalten, Identität und Burnoutprophylaxe, Gaben und Berufung sowie Leiterschaft. Um das Ganze nachhaltig zu gestalten, verbessert IGW auch das Mentoring

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Keine Greenhorns, dank Praxiserfahrung: IGW-Absolventen.
und führt die Studierenden in Gesprächsgruppen zusammen. Neu soll studienbegleitende Praxisarbeit in begrenztem Umfang angerechnet werden, laut Konzept „Leitungsaufgaben oder angeleitete Aufgaben in pastoralen Diensten“. Insgesamt erhalten Praxis und Mentoring so mehr Gewicht; allerdings sind weiterhin zwei Drittel der Credits im Lernfeld Theorie zu erarbeiten.

Umsetzung ab Sommer

Im Vergleich mit anderen Schulen hat IGW ein fast schon verwirrend vielfältiges Angebot: Statt zwei Tage pro Woche die Schulbank zu drücken, können die Studiengänge auch im Korrespondenzverfahren durchlaufen werden. Anderseits gibt es igw.network – für jene Christinnen und Christen, die einmal von September bis Juni studieren möchten, mit Akzent auf Mission, Bibel oder Gemeindebau.

In der Studienreform erhalten die Bachelor-und Master-Arbeiten mehr Gewicht. Die Studierenden werden künftig nach Bologna-Vorgaben benotet; sie können die Vorlesungen elektronisch

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IGW-Klasse im Blockunterricht.
bewerten. IGW verbessert die Einführung ins Studium (drei Tage statt zwei für Einsteiger). Die Konzeptarbeiten für die Studienreform kommen in diesen Wochen zum Abschluss; umgesetzt wird sie in den kommenden Monaten.

* 1999 unterzeichneten in Bologna die europäischen Bildungsminister eine Erklärung, um das Hochschulwesen in Europa vergleichbar zu machen. Die Vorbereitung und Umsetzung dieser (unverbindlichen) Erklärung wird als Bologna-Prozess bezeichnet.

Homepage IGW

Bericht über das ‚forum gemeinde innovation’ vom März 2007

Datum: 10.05.2007

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