Als Handwerker Gott dienen

Ein Botschafter des Himmels

Lange Zeit war Markus Zaugg Jugendpastor. Seine Berufung sah er aber gleichermassen in seinem Beruf. Heute ist er Missionsleiter von Globe Mission Schweiz. Trotzdem dient er Gott noch immer in der Werkstatt.

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Markus Zaugg
Markus Zaugg erlernte den Beruf des Landmaschinenmechanikers. Später arbeitete er bei OM, wo sein Herz für die Mission entfacht wurde. Doch Gott rief ihn zurück in seine Heimat Kleindietwil. Als Single reichte ihm ein 60%-Pensum als Landmaschinenmechaniker zum Leben. Daneben setzte er sich mit voller Kraft für die Jugendlichen seiner Gemeinde ein.

Die Berufung, Fahrzeuge zu reparieren

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Markus Zaugg
Nach der Heirat im Jahr 1994 besuchte Markus mit seiner Frau eine zweijährige Bibelschule. Die beiden rechneten sehr damit, dass Gott sie in der Folge in die Mission rufen würde. Stattdessen rief Gott sie erneut zurück nach Kleindietwil. Jetzt wurde er zu 50% als Jugendpastor angestellt, während er 50% als Landmaschinenmechaniker arbeitete. Auf Anfrage der Gemeinde erhöhte er das Pensum und verzichtete auf sein Engagement im ursprünglichen Beruf.

Nach einigen Jahren fühlte sich Markus zutiefst unwohl. Er erkannte, dass sein Beruf Teil seiner Berufung war. Er sah es als Gottes Führung, als er sich als Landmaschinenmechaniker erfolgreich für einen Job als Automechaniker bewarb. Dies erstaunte ihn, denn einige der sieben Mitbewerber brachten weit bessere Qualifikationen mit sich. Gott musste in seiner neuen Stelle eine Aufgabe für ihn bereithalten.

Ein Botschafter des Himmels

Schon zu Beginn seiner Tätigkeit als Automechaniker lernte Markus, dass er genau an diesem Ort ein Botschafter des Himmels war. Gemäss der Bibel (Römer, Kapitel 14, Vers 17) besteht Gottes Reich aus Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Und genau dieses Reich wollte er in seinen Arbeitsplatz hineintragen.

Das Klima war schwierig. Eifersucht und Rivalität beherrschten die Atmosphäre. Im Gebet vernahm Markus immer wieder Gottes Aufforderung, seine Mitarbeiter um Hilfe zu bitten. Als Landmaschinenmechaniker hatte er viele Wissenslücken und so bat er alle um Hilfe, von denen er sie empfangen konnte – vom Vorgesetzten bis zum Lehrling. Gleichzeitig stand er, dieses Reich proklamierend, im Gebet gegen die destruktive Stimmung ein. Seine Haltung und sein Gebetseinsatz zeigten ihre Wirkung: Die Atmosphäre veränderte sich tatsächlich sehr bald.

Nach wenigen Wochen nahm ihn sein Vorgesetzter zur Seite: «Seit du bei uns arbeitest, hat sich das Klima in der Werkstatt verändert. Woran liegt das?» Diese Gelegenheit ergriff Markus, um von seiner Freundschaft mit Jesus zu erzählen.

Mit Gottes Hilfe rechnen – auch beim Arbeiten!

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Markus lernte es, in jeder Situation mit Gottes Hilfe zu rechnen. Und diese erfuhr er immer wieder. Einmal stand ein Auto in der Werkstatt, dessen Problem einfach nicht entdeckt werden konnte. Ein Mitarbeiter nach dem anderen verlor viel Zeit mit Suchen nach dem Fehler – vergeblich. Schliesslich wurde das Fahrzeug Markus zugeteilt.

«Herr, was ist das Problem mit diesem Auto?», betete Markus. Unverzüglich stand ein Wort ganz deutlich in seinen Gedanken: «Massenkabel». Ein Kontrollblick auf das Kabel zeigte aber keine Auffälligkeit. Trotzdem ging er dem Impuls nach und mass das Kabel aus. Tatsächlich war der Widerstandswert viel zu hoch. Schnell reinigte Markus Kabel und Kontaktstellen und der Fehler war behoben.

Als er nach 10 Minuten seinem Vorgesetzten den Erfolg rapportierte, fragte dieser: «Wie hast du dies nur herausgefunden?» Seine Antwort: «Ich bat Gott um Hilfe und er hat mich auf die Fehlerquelle hingewiesen.» Markus hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, immer auf Gott zu verweisen, wenn er dessen Hilfe erfahren hatte. Dies tat er gegenüber Chef und Mitarbeitern, aber auch gegenüber Kunden. Die Ehre gebührt dem, der auch die Weisheit gibt!

Im Dienste Gottes stehen

Jeden Tag zur Arbeit gehen, um Friede, Gerechtigkeit und Freude hinzutragen – das wurde für Markus zum Lebensstil. Und Gott war mit ihm. Das Team hatte sich verändert und die Werkstatt lief besser als jemals zuvor. Alle Ziele des Inhabers waren erreicht. An einem Weihnachtsessen blickte der Chef begeistert auf ein äusserst erfolgreiches Jahr zurück. Auch mit Markus war er sehr zufrieden. Dennoch lag eine unerklärliche Spannung in der Luft.

Schon eine Weile hatte Markus einen Konflikt in der unsichtbaren Welt wahrgenommen und im Gebet Stellung bezogen. Trotzdem war er sehr überrascht, als er drei Monate nach dem Weihnachtsessen die Kündigung erhielt. Eine glaubwürdige Erklärung erhielt er nicht. In dieser Situation war es wichtig, sich als Diener Gottes und nicht als Angestellten einer Autogarage zu sehen. So verliess Markus diesen Arbeitsplatz ohne Groll und erlebte, dass Gott bereits die nächste Stelle für ihn bereithielt. Diese Erfahrung war für ihn und seine Familie letztlich ein weiterer Beweis, dass Gott sich um alle diejenigen kümmert, die ihm von Herzen dienen.

Gottes Reich in diese Welt hinaustragen

Friede, Gerechtigkeit und Freude in diese Welt zu tragen ist die Bestimmung eines jeden Christen. Markus Zaugg lebt dies seit vielen Jahren aus und staunt, wie Gott seinen Einfluss in dieser Welt wachsen lässt. Alltägliche Begegnungen bei denen er nicht schweigen kann.

Er sieht sich als Botschafter des Himmels. Er gehört weder sich selbst, noch der Welt. Er ist Vertreter von Gottes Reich, welches im Konflikt mit dieser Welt steht. Seine Aufgabe dabei begeistert Markus: «Ich staune, welche Möglichkeiten Gott immer wieder schenkt. Ob als Pastor, Automechaniker oder Missionsleiter – Gott lässt durch mich Gottes Reich in dieser Welt sichtbar werden.»

Zum Thema:
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Datum: 03.04.2017
Autor: Markus Richner-Mai
Quelle: Livenet

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