Evangelische Allianz Uri

«Der Innerschweizer ist gottesfürchtig»

Mehrere Gemeinden bilden die Evangelische Allianz Uri. Zu den befreundeten Werken gehört unter anderem ein begleitetes Mutter-Kind-Wohnen und ein 24-Stunden-Kinderhort. Livenet unterhielt sich mit Jan Hunziker, dem Leiter der Evangelischen Allianz Uri.

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In der Evangelischen Allianz Uri sind vier Gemeinden dabei.
Livenet: Jan Hunziker, vier Gemeinden sind in der Evangelischen Allianz Uri mit dabei, können Sie diese kurz vorstellen?
Jan Hunziker:
Beginnen wir mit der ältesten der Gemeinden: Die «Chilähoch3» wurde im Jahr 1985 gegründet, hat als Pioniergemeinde ein grosses Durchhaltevermögen an den Tag gelegt. Sie gehört zum Bund Evangelischer Gemeinden.

Die Kirche «Brennpunkt – Evangelische Freikirche Uri» wurde 1995 geründet. Die von den drei Talgemeinden getragene Jungschar ist im Brennpunkt zuhause. Der Brennpunkt gehört zu der Chrischona Schweiz.

Aus einem schon längere Zeit bestehenden Hauskreis der Freien evangelischen Gemeinden, wurde im Jahr 2010 die «FEG Altdorf» gegründet. Nach dem Beziehen eines grünen Herrschaftshauses im Zentrum von Altdorf, tritt sie mit dem Namen «Chilä im griänä Hüüs» an die Öffentlichkeit.

Im Jahr 2012 wurde in Andermatt der gemeinnützige Verein «Haus Altkirch» gegründet und fing an, jeden Sonntag Gottesdienste zu feiern. 2014 wurde daraus die «Chilä Altkirch» gegründet, welche zur Schweizerischen Pfingstmission gehört. Gemeinsam haben das Haus und die Chilä Altkirch besonders das Urner Oberland auf dem Herzen. Zudem ist die reformierte Kirche in der Allianzwoche mit dabei. Gemeinsam können wir das Reich Gottes mit seiner Vielfalt an verschiedenen Facetten im Kanton Uri widerspiegeln.

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Jan Hunziker ist der Gemeindeleiter der «Chilä Altkirch» und der Leiter der Evangelischen Allianz Uri.
Gleichzeitig sind auch vier Werke dabei – was tut zum Beispiel das Haus Magdalena?
Die Werke sind nicht in der Evangelischen Allianz Uri direkt dabei. Die vier Werke, die wir auf unserer Homepage aufgeführt haben, sind Werke im Kanton Uri, bei denen der christliche Glaube als Zentrum der Hilfe steht, die sie den Menschen anbieten. Das Haus Magdalena ist ein Haus voller Leben. Es besteht aus einem begleiteten Mutter-Kind-Wohnen, in dem Frauen, die sich in einer herausfordernden Situation befinden, Unterstützung erhalten. Das Ziel ist, neue Lebensperspektiven zu entwickeln und eine feste Mutter-Kind-Beziehung aufzubauen, um mit Zuversicht weitere Lebensschritte zu gehen.

Wie offen sind die Innerschweizer für den christlichen Glauben?
Die Innerschweizer sind ein sehr gläubiges Volk. Die Zugehörigkeit zur Kirche, ist hier noch viel tiefer verankert als in anderen Regionen der Schweiz. Das beinhaltet auch, dass es recht grosse Skepsis gegenüber neueren Bewegungen wie Freikirchen gibt. Dafür findet sich eine Offenheit für alles Übernatürliche wie zum Beispiel Esoterik. Der Innerschweizer ist gottesfürchtig. Wir als Freikirchen wollen auf die Möglichkeit hinweisen, in einer tiefen Beziehung mit unserem Vater im Himmel leben zu können. Darauf, dass Jesus durch seinen Tod am Kreuz dies wieder möglich gemacht hat.

Welche Früchte entstehen durch das Miteinander der Gemeinden?
Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde es schwer verstanden, dass es verschiedene Freikirchen geben soll. Durch unser Miteinander ist gut zu sehen, dass wir nicht in Konkurrenz zueinander stehen, sondern miteinander das gleiche Ziel verfolgen: Die Liebe unseres Herrn Jesus Christus bekannt zu machen. Das hilft uns allen, da so Vorurteile abgeschwächt werden. Zudem ist es gut zu wissen, dass wir nicht alleine sind, sondern dass wir gemeinsam unseren Kanton auf dem Herzen haben.

Durch das Gebiet Ihrer Allianz führt der Gotthard, haben Sie da auch schon Aktionen durchgeführt?
Die Bedürfnisse unserer Bevölkerung liegen bei uns an erster Stelle. Aktionen für Durchfahrtstouristen sind nicht unser Ziel. Vielmehr stellt sich die Frage immer wieder: Wie können wir in unserer Gesellschaft relevant sein? Wie können wir unseren Nachbarn, Arbeitskollegen zum Segen werden?

Welche Aktionen und Projekte sind als Nächstes geplant?
Im Januar anlässlich der Allianzgebetswoche wird an jedem Abend um 20 Uhr von jeder teilnehmenden Kirche ein Gebetsabend organisiert. Am Sonntag, 21. Januar 2018, um 10 Uhr findet die Woche den Höhepunkt mit dem gemeinsamen Abschlussgottesdienst. Vor Ostern werden wir zusammen eine 24/7 Gebetszeit, am Samstag eine Lobpreis Night und am Sonntag den gemeinsamen Ostergottesdienst haben.

Zur Webseite:
Evangelische Allianz Uri

Zum Thema:
Ezgi Senpinar: Frei von Ängsten
Hinweis auf Christus bleibt: Neues Bergkreuz oberhalb des Bristensees
Innovative Gemeinden: Mit Gottes Wirken im Alltag rechnen

Datum: 10.11.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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