Gebetshaus Zürich
«Wächter» mit erhobenen Händen
In den vergangenen Jahren sind in Europa immer mehr Gebetshäuser entstanden. Nahe des Zürcher Letzigrunds hat sich das Gebetshaus «Züri24h» eingemietet. Das Ziel: 24-Stunden-Anbetung, gemeinschaftlich für Stadt und Land! Bartho Major, 32, zählt seit vier Jahren zum Leitungsteam und ist vom Auftrag so begeistert wie überzeugt.
Vor sechs Jahren öffnete das Gebetshaus Zürich seine Pforten. Dahinter steht die Vereinigung «Züri24h». Das fünfköpfige Leitungs-Team stammt aus unterschiedlichen Freikirchen. Die Räumlichkeiten an der Badenerstrasse 431 in Zürich werden über Spenden finanziert.
Um das Ziel der 24-Stunden-Abdeckung durch Anbetung und Gebet Gottes zu erreichen, seien beherzte Anbeter und Beter willkommen, eine Schicht von zwei bis drei Stunden zu übernehmen! «Gerade die Wochenenden oder nächtlichen Stunden sind tolle Gelegenheiten für junge Leute, Studenten und auch Kleingruppen», erklärt Bartho Major.
«Zusammen stehen wir dafür ein, dass Gottes Liebe uns und damit unser Land durchdringt und neu gestaltet. Wir wollen erleben, wie Menschen durch die Kraft des Gebetes und des Evangeliums aus widrigen Umständen befreit und geheilt werden», bekräftigt Major, der Mitglied im Leitungsteam ist.
Wachen und Wachsen
Als Grundlage für das 24-Stunden-Gebet dienen die biblischen Worte des Propheten Jesaja in Kapitel 62, Vers 6: «Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt. Den ganzen Tag und die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen und Gott keine Ruhe lassen...»
Bartho Major, der werktags als Kundenberater beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum RAV tätig ist, betont, dass ein Einsatz im Gebetshaus immer auch persönlich Gewinn bringe. Viele Betende hätten Gott und die Kraft seines Geistes in dieser besonderen Atmosphäre und Ruhe erstmals richtig erlebt, sagt der 32-Jährige. Er freut sich über die positiven und ermutigenden Erfahrungen inner- und ausserhalb des Gebetshauses.
Grünes Licht im Rotlichtmilieu
«Meine Frau Joëlle engagiert sich neben ihrem Job als Flight Attendant einen Tag pro Woche im Gebetshaus. Einmal im Monat besucht sie mit anderen Frauen diverse Clubs im Rotlichtmilieu. Das ist ein steiniges Terrain. Aber wir erleben immer wieder: Wenn wir während dieser Einsätze Gott ehren und anbeten, schalten die Ampeln plötzlich auf Grün. In den Etablissements gehen Türen auf – auch Herzenstüren.»
Studierende kommen ins Grübeln
Dasselbe beobachte die Gebetshaus-Truppe in Gesprächen mit Menschen auf der Strasse, unter anderem auf dem Uni-Gelände. «Während meiner Studienzeit spürte ich, wie der Humanismus und Atheismus die Studierenden stark beeinflusste», erklärt Bartho Major, der selbst Psychologie und Politologie studiert hat. Durch konkretes Gebet im Hintergrund würden sich die Menschen auch hier Glaubensfragen gegenüber auf einmal öffnen.
Von Jerusalem nach Jerusalem
Vorreiter des gemeinsamen Anliegens, Jesus anzubeten und die Welt zu prägen, sind für «Züri24h» das internationale Gebetshaus in Kansas City und in Jerusalem. Neben Anbetung und Gebet durch Einzelne werden in Zürich regelmässig Lobpreis-, Heilungs- und Israelabende angeboten. Zentral sind die «Harp and Bowl»-Anlässe (spontaner Worship mit der Bibel).
Das Wohl Israels liegt dem Gebetshaus-Team besonders am Herzen. Der Auftrag, für die Gläubigen vor Ort wie in Israel zu beten, sei ein wichtiger Bestandteil der Vision, erklärt Bartho Major.
Seine Frau Joëlle heiratete er 2009 auf dem Ölberg, einer Anhöhe bei Jerusalem. Der künftige Familienvater könne unterschreiben, was auf der Website des Gebetshauses festgehalten sei:
«Das Gebetshaus steht in Zusammenhang mit der globalen Bewegung der Gemeinden, die sich zu Jesus Christus bekennen. Ohne Unterlass beten sie und bauen Gottes Reich aus, indem das Evangelium von Jerusalem bis ans Ende der Welt gepredigt wird.
In Jerusalem hat in der Kraft des Heiligen Geistes alles angefangen. Jetzt sehen wir, wie sich das Evangelium nach Europa, Amerika und über Asien zurück nach Jerusalem («back to Jerusalem») verbreitet.
Jesus wird wiederkommen und seine Königsherrschaft über Jerusalem aufrichten. Als König wird er für immer regieren!»
Webseiten:
Gebetshaus Zürich (Schweiz)
Gebetshaus Augsburg (Deutschland)
Autor: Manuela Herzog
Quelle: Livenet
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