Hungersnot in Ostafrika
«Wir dürfen diese Menschen nicht allein lassen»
Kirchen haben zu Spenden für die Hungernden am Horn von Afrika aufgerufen. Manche gehen mit dem guten Beispiel voran. Die Aargauer Reformierten und die Kirchgemeinden der Stadt Zürich haben 30‘000 und 25‘000 Franken für Äthiopien gespendet.
Die Dürre am Horn von Afrika gilt als die schlimmste seit 60 Jahren. Das evangelische Hilfswerk TearFund konzentriert sich auf den Norden von Kenia. «Die Ernten sind weitgehend zerstört, das Vieh verendet, die Menschen hungern. Besonders betroffen sind Kinder.»
Mehr als Nothilfe gefordert
Am 25. Juli besprachen Minister und Experten an einer Konferenz der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO in Rom Wege der Hilfe, die durch die islamistische Terrorherrschaft in Teilen Somalias massiv erschwert wird. FAO-Direktor Diouf klagte, dass Dürre, Inflation und Bürgerkrieg zu einer «katastrophalen Situation» geführt hätten, die dringend massive internationale Unterstützung erfordere. Laut der Direktorin des Welternährungsprogramm Josette Sheeran sind am Horn von Afrika 11 Millionen Menschen auf Lebensmittel von aussen angewiesen.
«Für Menschen in Ostafrika beten»
In Deutschland haben der EKD-Ratsvorsitzende Präses Nikolaus Schneider Erzbischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der Bischofskonferenz, eindringlich zu Spenden für die Menschen am Horn von Afrika aufgerufen. «Millionen in Ostafrika sind nach mehreren ausbleibenden Regenzeiten am Ende ihrer Kräfte und leiden Hunger. Bitte nehmen Sie sich ihre Not zu Herzen: Schliessen Sie die Menschen in Ostafrika in Ihr Gebet ein und unterstützen Sie die Hungernden mit Ihrer Spende», appellieren Schneider und Zollitsch an die Christen in Deutschland.
In Somalia, wo die Lage besonders dramatisch ist, arbeiten die Katastrophenhilfswerke der katholischen und der evangelischen Kirche, Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe, eng zusammen. Gemeinsam versorgen sie die Bevölkerung mit Lebensmitteln und Wasser. Auch in Äthiopien, Kenia und dem Sudan leisten die Werke Nothilfe und eröffnen neue Lebensperspektiven. «Die gegenwärtige Not übersteigt bei weitem die finanziellen Möglichkeiten unserer Hilfswerke», sagte Schneider. «Sie brauchen daher unsere Unterstützung, um in christlicher Solidarität das Überleben der Menschen in den Krisenregionen sichern zu können.» «Die Menschen im Osten Afrikas haben in den letzten Monaten Furchtbares erlebt, viele haben alles verloren. Unser Mitgefühl und unsere Gebete gelten den Opfern dieser Dürre. Wir dürfen diese Menschen nicht allein lassen», sagte Erzbischof Zollitsch.
Webseite:
Hungersnot in Nordkenia
Hunger am Horn von Afrika
Quelle: Livenet / EKD
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