Mission
"Wir wollen nach Afrika!"
Priska: Ich bin Pflegefachfrau und habe mich in den letzten Jahren auf die Therapie von HIV/Aids spezialisiert. Auf diesem Gebiet würde ich mich sehr gern engagieren.
Matthias: Ich arbeite in einem Jugendheim mit verhaltensauffälligen Jugendlichen. Nun habe ich noch eine Ausbildung zum Heilpädagogen abgeschlossen. Ich möchte mich für Jugendliche einsetzen, im Rahmen einer Schule oder in der Freizeitgestaltung. Auch ein Waisenheim wäre möglich.
Mit der Schweizer Allianz Mission SAM haben wir ein erstes Gespräch geführt. Nun sehen wir uns weiter um und überlegen, wo unsere Fähigkeiten gefragt sind. Wir möchten nach Afrika; die SAM bietet sich an. Sie arbeitet in Guinea und Angola. Ihr Auftritt und die erste Begegnung haben uns überzeugt.
Priska: Wir haben unter www.mission.ch die angebotenen Stellen durchgesehen und uns die Organisationen notiert: SAM, WEC, SMG, Vision Afrika. Andere Organisationen haben Stellen, die nicht unserem Profil entsprechen.
Matthias: Wir möchten uns für einige Jahre einsetzen. Ich bin schon immer gern gereist. Irgendwann schwand die Lust, ständig weiterzuziehen, von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Eher möchte ich Leuten näherkommen und mit ihnen etwas erleben. Ich habe vier Monate in Dschibuti und sechs Monate in Madagaskar verbracht. Die Kurzeinsätze haben mir sehr gefallen.
Schon früher, als ich die Lehre als Landmaschinenmechaniker machte, wusste ich, dass dies in der Mission nützlich sein würde. Beim Reisen kam der Wunsch, mich einzusetzen, wieder auf. Dann trat Priska in mein Leben. Es faszinierte uns, als wir merkten, dass wir beide in die Mission gehen möchten, wenn die Zeit reif ist. Nun strecken wir die Fühler aus.
Priska: Afrika fasziniert mich seit langem. Mit Aids konfrontiert wurde ich, als ich in einem Drogencafé arbeitete und ein Kollege betroffen war. In Afrika sind viele Millionen erkrankt. Ich habe einmal vier Monate in Afrika gearbeitet; die Erlebnisse wühlten mich auf. In der Schweiz haben wir eine super Medizin; dadurch wurde HIV/Aids eine schwere chronische Krankheit. In Afrika verläuft sie meist tödlich. Eine ganze Generation stirbt weg – zurück bleiben Kinder und Alte.
Matthias: Priska denkt ans französischsprachige Gebiet; ich finde Englisch einfacher. Das müssen wir noch entscheiden. Der Referent aus Nigeria und Jürg Pfister, die wir heute hörten, haben uns heisse Gedanken gegeben. Vor allem dies: Sind wir bereit zu gehen, aber planen wir zu bleiben - oder planen wir zu gehen, sind aber auch bereit zu bleiben?
Priska: Unser Ruven ist im Sommer zur Welt gekommen. Wir wollen uns sorgfältig auf den Einsatz vorbereiten, indem wir die Sprache besser lernen – damit wir uns sinnvoll einbringen können.
Links zum Thema:
Mission: Das Abenteuer, das jeden Preis wert ist
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