Metal-Messe

Darf es ein bisschen lauter sein?

In Finnland gehört Heavy Metal zum Mainstream. Eine Bewegung mischt nun traditionelle Kirchenlieder mit dem Tempo von Hard-Rock-Sound. Mit der «Metal Mass» («Metal Messe») wollen Haka Kekäläinen und sein Team kirchenferne Menschen erreichen.

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Haka Kekäläinen
Anno 2006 entschied Haka Kekäläinen (50), Pastor in der finnisch lutheranischen Kirche, zusammen mit vier Freunden, ihre Liebe für Rock mit der Liebe für den «Rock» (zu Deutsch «Fels», also Christus) verschmelzen zu lassen. «Wir veränderten die Liedtexte nicht, einzig die musikalischen Arrangements sind anders.»

Nicht weniger als 1'300 Besucher erschienen alsbald zum ersten Gottesdienst in der Temppeliaukio Gemeinde in Helsinki. Seither folgten mehr als 100 weitere Gottesdienste und das Album «Metallimessu» erreichte Rang 12 in den finnischen Charts und verweilte drei Wochen in der «Top 40».

Freude in der Kirche

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«Metal Messe» in Finnland
«Es war sehr gut», sagte Teenager Akseli Inkinen (17) zur «Washington Times». Die Kirchenbänke waren voller junger Leute mit langen Haaren. Mika Mäkinen (30), der normale Gottesdienste bislang scheute, kommt regelmässig zur «Metal Messe». Dass diese Gottesdienst-Form in Finnland erfolgreich ist, überrascht nicht. Hard-Rock ist im nordeuropäischen Staat eine beliebte Musikform. Der bislang einzige finnische Sieg beim Eurovision Song Contest fusst auf «Lordi», die mit ihrem «Hard Rock Hallelujah» den Titel holten; die Band führt im übrigen den Song «Devil is a Loser» («Satan ist ein Verlierer») im Programm.

Pastor Haka Kekäläinen: «Wir zeigen, dass man auch in der Kirche Freude haben kann.»

Metalband im Gottesdienst in Finnland:

Zur Webseite:
Metal Church in der Schweiz

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Datum: 01.10.2015
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Assist News

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