Spuren hinterlassen

Vor dem Männertag in Mellingen

Am Samstag findet in Mellingen AG der Deutschschweizer Männertag 2004 statt. Livenet fragte den Organisator Daniel Schönenberger vom Männerforum nach den Zielen des Anlasses.

Livenet: Was erwartet die Männer am Samstag?
Daniel Schönenberger: Das Thema dieses Tages ist “Männer, die Spuren hinterlassen“. Gute Spuren hinterlassen ist etwas, was jeder von uns möchte, auch wenn wir es nicht immer schaffen. In der Familie, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft oder wo auch immer.

Eine ganze Anzahl von Männern wird erzählen, was Gott in ihrem Leben getan hat und wie sich dies auf andere ausgewirkt hat. Dies soll die Besucher ermutigen, gute Entscheidungen zu treffen. Sie sollen sich ebenfalls mit den Spuren auseinandersetzen, die andere in ihrem Leben und sie im Leben von anderen hinterlassen haben.

Dieser Männertag wird ein Fest werden, mit Auswirkungen auf das Leben jedes einzelnen, der offen ist, Gott und anderen zu begegnen.

Warum haben Sie die Ex-Miss Schweiz Stephanie Berger und Natalie Stangl eingeladen?
An diesem siebten Männertag werden zum ersten Mal Frauen zu den Männern sprechen. Es scheint uns wichtig, dass wir Männer uns auch mit den (negativen) Spuren auseinandersetzen, die wir bei Frauen hinterlassen können. Aus diesem Grund wagen wir es, zwei Frauen das Podium zu geben.

Wie stark ist die christliche Männerbewegung in der Schweiz?
Wenn wir von den Teilnehmern der Männertage ausgehen, hatten wir im vergangenen Herbst etwa 1200 Männer in der Deutschschweiz und gegen 1000 in der Romandie. Dazu kommen regionale Veranstaltungen; so hatte der letzte Chrischona-Männertag etwa 500 Besucher, vor allem Ostschweizer.

Schweizweit gibt es etwa 50 Männerstämme, Gruppen, die sich regelmässig in einer Beiz oder einer anderen Lokalität treffen. Diese Stämme haben 20-120 Teilnehmer und wachsen stetig.

In den 90-er Jahren ging das Wachstum auf die Impulse der Promise Keepers in den USA zurück…

Ein Anstoss von Seiten der Promise Keepers und das Medienecho führten 1998, beim ersten Männertag, dazu, dass 1800 Männer kamen. Im folgenden Jahr sackte die Teilnahme auf 700 ab. Seither verzeichnen wir ein gesundes Wachstum: Leute, die Hilfe erfahren haben an den Tagungen oder in den Stämmen, bringen ihre Freunde mit.

Wie stark ist die Schweizer Männerbewegung heute noch von Amerikanern beeinflusst?
Was die Promise Keepers als die sieben Verpflichtungen (commitments) formulierten, halten wir als die sieben Werte hoch. Doch schon vor Jahren brach der Kontakt ab. Wir haben gemerkt, dass wir hier Gott fragen müssen, was er für uns bereit hat. So handelt es sich um eine ganz und gar schweizerische Bewegung.

Die Männer treffen sich in erster Linie am Ort. Da erzählen sie von sich und beten füreinander. Was sollen denn Deutschschweizer Männertage?
Vor Ort geschieht persönliche Veränderung, wenn die Männer einander nahe kommen. Zugleich wächst der Wunsch nach grossen Treffen, wo die Männer das hören und diskutieren, was sie interessiert. Wenn sie unter sich sind, ergibt sich eine besondere Atmosphäre, wo der Mann angesprochen ist und sich auch öffnet, was er sonst nicht tut.

Männer denken oft, dass sie keine Probleme haben dürften, oder meinen, wenn sie sie haben, sie allein lösen zu müssen. Wenn ein Mann sich in einer Gruppe öffnet und z.B. seine Schwierigkeiten mit Pornografie erwähnt, dann geht vielen anderen ein Licht auf: dass sie nicht die einzigen auf der Welt sind, die damit kämpfen. Die Folge ist, dass sie es ebenfalls wagen, ehrlich zu werden. Dieses “Ehrlich-werden“ oder “Ans-Licht-kommen“ ist die wichtigste Vorbedingung für Veränderung.

Wo liegen Ihre thematischen Schwerpunkte als Bewegung?
Wir Männer sind aufgerufen, aufzustehen und vor Gott ein heiliges Leben zu führen. Das setzt uns auch frei, in die von Gott gegebene Bestimmung hineinzuwachsen. Wir können etwas verändern und Verantwortung wahrnehmen, in der Familie und am Arbeitsplatz, in christlichen Gemeinden und in der Gesellschaft. Die Bewegung ist geprägt vom Bewusstsein, dass es uns braucht. Unsere Botschaft ist: Hey Männer, es gibt eine Freiheit, in die wir uns hineingeben können. So können wir dienen mit dem, was uns gegeben ist.

Wie hat sich der Charakter des Männertags im Lauf der letzten Jahre gewandelt?
Er ist sicher persönlicher geworden. Das heisst, dass die Referenten viel offener als früher darüber sprechen, wo sie stehen und auch wo sie anstehen. Dadurch hat sich der Männertag vom Happening der Menge zu einem Anstoss zur Lebensveränderung von vielen Einzelnen gewandelt.

Infos zum Männertag in Mellingen AG: www.maennerforum.ch

Datum: 10.11.2004
Autor: Peter Schmid
Quelle: Livenet.ch

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