Swindoll
«Das Wort predigen»
Wann hatte die Schweiz zuletzt einen evangelischen Prediger von nationaler Statur? In den USA kommt Charles Swindoll gleich nach Billy Graham. Nach ihrem Vorbild gefragt, nannten protestantische Pastoren den Namen des 75-jährigen Theologen und Buchautors am zweithäufigsten.Charles «Chuck» Swindoll hat über 40 Jahre als Pastor gearbeitet und über 70 Bücher verfasst. Seine Predigten werden weltweit von über 2000 Radiostationen ausgestrahlt. Nun hat er mit «Einblicken» in den Römerbrief eine neue Serie von Auslegungen gestartet, die 27 Bände umfassen soll.
Im Gespräch mit Christianity Today betonte Swindoll, dass Verkündigung die Botschaft von Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen vermitteln, aber auch dazu hinführen und den Appetit anregen muss. Als Jesus vom Sämann sprach, habe er nicht bloss eine Formel geboten, sondern bei der Wahrnehmung der Zuhörer angeknüpft. «Ich habe den Leuten etwas zu glauben gegeben, wenn ich sie mit der Wahrheit konfrontiere, die sich auf die Bedürfnisse in ihrem Leben bezieht.»
Predigen und dranbleiben
Jungen Predigern empfiehlt Swindoll, sich ganz ernsthaft auf das Predigen der Bibel zu konzentrieren. «Sie sollen sagen: ... Ich will mich nicht in Unterhaltsamem verlieren. Ich nehme die Menschen zum Wort, und ich mache es interessant. Ich gehe durch die Bücher der Bibel und gewichtige Themen und ich widme mich dieser Arbeit regelmässig und ernsthaft. Ich will in 20 Jahren als Ausleger bekannt sein. Ich will die Schrift nehmen und den Menschen zeigen können, wie relevant sie ist.» Am Ende einer Predigtreihe zum Römerbrief, vom ersten zum letzten Vers sollten die Zuhörer sagen können: «Du meine Güte, was habe ich ein halbes Leben lang verpasst?»Der Meisterprediger will weiterfahren, solange er Atem hat. Nichts komme ihm so ungelegen wie die Pensionierung. Er erinnert an den Rat seines Mentors Ray Stedman: «Behalte deinen Finger auf dem Text, ob du ihn auslegst oder anwendest. Sieh zu, dass sie ihre Augen auf das Wort gerichtet halten, und sprich zu ihnen von Jesus.»Quelle: Livenet / Christianity Today
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