Aufforderung zur Herausforderung

Wo sind die jungen Erwachsenen in den Kirchen?

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Junge Erwachsene im Gottesdienst. (Photo: Meredith O'Shea)
Die britische Evangelische Allianz fordert die Gemeinden des Landes auf, sich den jungen Erwachsenen zuzuwenden und sie herauszufordern.

Was prägt die 18-30-Jährigen? Die verwirrend vielfältigen Anreize der Konsumgesellschaft oder das Angebot des Lebens in Gemeinschaft, das Jesus Christus gibt? Der Rat der Evangelischen Allianz traf sich am 16. September mit Vertretern von Jugendorganisationen und besprach eine Umfrage unter 800 jungen Erwachsenen. Die evangelistische Organisation Soul Survivor hatte die Umfrage durchgeführt; die Allianz stellte sich nun die Frage, ob die 18-30-Jährigen in den Kirchen eine fehlende Generation darstellen? Das Treffen von gegen 100 Personen endete mit einem Aufruf an die christlichen Gemeinden des Landes, die Generation geistlich herauszufordern und ihre seelischen Bedürfnisse und Fragen ganz ernst zu nehmen.

Was Gemeinden attraktiv macht

In der Umfrage sagte nur ein Drittel der Jungen, dass sie in der Gemeinde Verantwortung tragen. Nicht ihre Missionsorientierung oder die Eignung, Freunde einzuladen, macht Gemeinden attraktiv; viel wichtiger sind gute alltagsbezogene Predigten, bewegende Anbetung und Leute, zu denen man Beziehungen aufbauen kann. Insgesamt wünschen sich junge Erwachsene Gemeinden, die ihren persönlichen Glauben aufbauen.

Anspruchsdenken

Der Leiter von Soul Survivor, Mike Pilavachi, sagte am Treffen, die Konsummentalität der Gesellschaft nage an der Psyche der jungen Erwachsenen. Dagegen stehe das verbindliche Ja zur Gemeinschaft. Viele seien auf der unendlichen Suche nach Perfektion - und zum Misserfolg verurteilt. Sie fürchteten sich vor dem Eintritt in die Alltagswelt und brächten in der Seelsorge oft tiefen Schmerz zum Ausdruck.

Für Pilavachi ist klar: «Wir müssen ihnen helfen. Wir müssen sie lieben, ihnen zuhören. Aber wir müssen auch Wege finden, um liebevoll und sanft und zugleich eindeutig die Einflüsse der Konsumgesellschaft, Individualismus und Anspruchsdenken zurückzuweisen.»

Falsche Alternative

Jason Lane sagte, viele junge Erwachsene meinten sich entscheiden zu müssen zwischen einer «Gemeinde, die für mich da ist», und einer «Gemeinde, der es um Mission geht». Die Kirchen müssten beides miteinander geben: die Jungen unterstützen als Christen und ihnen helfen, für Jesus zu leben, was Mission einschliesse. Die Evangelische Allianz in Grossbritannien will die Kirchen des Landes in der Arbeit mit 18-30-Jährigen unterstützen.

Link zum Thema: Alle Dokumente des Treffens 

Datum: 13.11.2009

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