Unternehmerin Christy Wright

Warum wir uns keine Sorgen um unsere Berufung machen müssen

Um ihre Berufung zu finden, lesen Menschen unzählige Artikel und Bücher, hören Predigten und Vorträge zum Thema und warten auf ein «Zeichen vom Himmel». Doch ist das der richtige Weg, um seine Berufung zu finden? 

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Christy Wright
Die Rednerin, Persönlichkeits- und Businessberaterin Christy Wright schreibt auf ihrem Blog mit der Überschrift «Warum Sie sich keine Sorgen machen sollten, ihre Berufung zu finden» von ihrer Erfahrung mit dem Thema. Die Unternehmerin erzählt, wie ihr erster Job nach dem College in einem Wasserpark war, wo sie alle möglichen kleinen Aufgaben hatte – von Wasserproben bis zur Anstellung von Mitarbeitern. Obwohl es alles andere als glamourös gewesen sei, war sie gut in ihrem Job und sammelte erste Erfahrungen in Leiterschaft, was eine gute Basis gelegt habe für ihre jetzige Position. «Ich glaube, dass Gott mich damals mit einer bestimmten Absicht in diese Rolle gestellt hat», schreibt sie. «Aber war das meine Berufung? Auf keinen Fall!»

Aufhören mit der Vorstellung von einer perfekten Berufung

Sie habe ihre Arbeit gut gemacht, aber sie glaube nicht, dass Gott wollte, dass sie das für den Rest ihres Lebens mache. «Für einige Leute mag es richtig sein, eine Arbeit während ihres ganzen Lebens auszuüben, aber für mich war es das bestimmt nicht, weil Gott mich nur für eine bestimmte Zeit dort hingestellt hat.»

Und sie fährt fort: «Die Wahrheit ist: Ich glaube nicht, dass es nur eine Sache gibt, die ich hier auf der Erde tun soll. Ich habe viele Interessen und Hobbies und ich bin auch in verschiedenen Gebieten gut – wie viele andere auch.» Sie sei zum Beispiel eine begeisterte Läuferin, sie liebe es zu dekorieren und ihr Haus zu gestalten und sei eine selbsternannte Party-Planungs-Expertin. Viele Menschen hätten viele verschiedene Interessen und Talente – und könnten auch viele verschiedene Dinge tun. Deshalb glaubt sie, dass die ganzen Vorstellungen von einer perfekten Berufung einen Menschen ziemlich überfordern können.

Etwas tun, was man liebt und gut kann

Wright hat soeben ein Buch mit dem Titel «Business Boutique – A Woman's guide for Making Money Doing What She Loves» geschrieben, das ab April im Handel ist. Es ist ein Handbuch für Frauen, die mit dem, was sie lieben, Geld verdienen wollen. Dazu betreibt sie auch einen Blog, wo sie Tipps für (angehende) Unternehmerinnen gibt. Sie beschäftigt sich also in gewissem Sinn sehr wohl mit dem Thema Berufung, erklärt aber dennoch, sie sehe ihre Arbeit nicht als ihre «Berufung».

«Ich weiss nicht, ob meine Arbeit, die ich jetzt tue, meine Berufung ist. Ich weiss nur, dass ich etwas mache, was ich liebe und worin ich gut bin, und dass ich Frauen helfen will, dass sie das auch erreichen. Ich glaube, wir fokussieren uns oft so auf die Idee, unsere einzig wahre Berufung zu finden, dass wir die Gelegenheiten, die Gott uns vor die Füsse legt, verpassen.»

Warte nicht auf deine Berufung

Wright ermutigt ihre Leserinnen: «Du kannst heute etwas tun, was du liebst, ohne auf ein Zeichen vom Himmel zu warten, das dir sagt, dass es deine einzige Berufung für dich ist! Also warte nicht darauf, deine Berufung zu finden. Was kannst du gut und machst du gerne? Dann geh und mach das! Gott liebt Aktivität, also setz dich in Bewegung!» Denn ein Fahrzeug kann nur gesteuert werden, wenn es fährt....

Ein Leserkommentar illustriert schön, wie so ein «Leben in Bewegung» aussehen kann:

«Meine Frau war viele Jahre lang wie gelähmt von der Angst, eine falsche 'Berufung' zu wählen. Aber jetzt probieren wir Dinge aus, versagen und gehen weiter, bahnen uns so unseren Weg und lernen immer dazu; und ich glaube, so wird eine Berufung geformt. GoTt spricht zu uns, wenn wir uns in Bewegung setzen. Ausserdem hab ich erlebt, dass die beste Art, unsere Berufung zu finden, das Dienen ist. Je mehr wir Gott dienen, desto mehr wird er uns den Weg zeigen. Verliere dich nicht zu sehr in der Suche nach der perfekten Berufung. Gib dein Leben Gott und du wirst dich selbst finden...»

Christy Wright betreibt die Webseite BusinessBoutique.com, wo sie Unternehmern kostenlos Tipps in Form von Artikeln und Podcast zur Verfügung stellt und organisiert auch Events und Seminare. Ihr Buch (nur Englisch) ist am 17. April im Handel und kann hier (vor-)bestellt werden.

Zum Originalartikel: Why You Shouldn't Worry About Finding Your Calling

Zum Thema:
Denkanstoss zum Thema «Berufung»
Leben als Christ: Mythos Berufung – 3 Fehler, die Sie vermeiden sollten
Berufung und Hindernisse: Mission ist, wenn man's trotzdem tut

Datum: 01.03.2017
Autor: Anja Janki
Quelle: Livenet / BusinessBoutique.com

Kommentare

Und was mir noch wichtig zu sagen ist, wie es in einem ähnlichen Beitrag erwähnt wird: http://www.livenet.ch/themen/glaube/glaube/272349-mythos_berufung_3_fehl... "Dass unsere Berufung und Lebensaufgabe uns in die Freiheit führt! Und wenn dem nicht so sei, ist etwas faul an der Sache!" Merken wir uns wieder neu: Alles was von dem Bösen kommt macht unfrei, Druck und Angst! Und nur die Wahrheit macht frei! - Immer! Wir sind im christlichen Raum nicht gefeit vor (falscher) Verführung! Sei es durch ein "gescheites" Buch oder durch angesehe Persönlichkeiten! Vieles tönt spannend, aber im Endeffekt stellt es uns auf ein inaktives Nebengeleise!
Wie erleichternd! Und das sicher nicht nur für mich!! Offenbar verrennen wir uns manchmal schier vor lauter cleveren Angeboten, die uns helfen sollen, klarer zu sehen. So, dass wir gar nicht mehr recht sehen, was Jesus wirklich gesagt hat! Wichtiger ist unsere Haltung mit der wir etwas tun, als der perfekte Plan! Wir halten Ausschau nach Sternen, die meistens schon da sind! Und doppelt schön!! Wir dürfen mit dem arbeiten, was uns sogar am meistens Freude bereitet, nämlich mit unseren Talenten. (Offenbar wirklich wortwörtlich zu verstehen! Mt. 25,28 (Schlachter)) Und dienen mit Liebe und Freude! Wie der Kämmerer: "und er zog seine Strasse fröhlich!" - nicht mit Krampf und Angst! ;-)

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