30 Tage Gebet: Mashhad

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Im islamischen Fastenmonat Ramadan beten Christen für Muslime, jeden Tag mit einem anderen Fokus. Heute Infos über die Stadt Mashhad im Osten des Iran.

Im Jahr 818 n.Chr. wurde Ali Reza, ein Nachfahre Muhammads in der siebten Generation, vergiftet und in einem kleinen Ort, der sich später zur Stadt Mashhad entwickelte, begraben. Ali Reza war als sehr frommer Mann bekannt. Er wird besonders bei den iranischen Schiiten verehrt, deren achter Imam er war. Ein Imam ist im schiitischen Glauben ein unfehlbarer geistlicher Leiter der schiitischen Gemeinschaft, der die verborgenen Bedeutungen des Korans kennt.

Da Ali Reza als achter Imam eine herausragende Persönlichkeit der schiitischen Geschichte war, wurde sein Grabmal zu einer Pilgerstätte für Schiiten. Jährlich besuchen über 100‘000 Menschen Ali Rezas Grab, zumal es das einzige Grabmal eines Imams auf iranischem Boden ist.

Mashhad wurde 823 gegründet und liegt im Nordosten des Iran in der grössten Provinz, Khorasan. Mashhad ist heute die zweitgrösste Stadt des Iran. Grosse Einkaufszentren, Vergnügungsparks und andere Anziehungspunkte sind wie Pilze aus dem Boden geschossen. Landwirtschaft- und Industriebetriebe breiten sich um die Stadt herum aus. Hauptprodukte sind Wolle und die daraus hergestellten Teppiche. Mittlerweile hat Mashhad rund 2,5 Mio. Einwohner, darunter ist auch eine arabische, kurdische und afghanische Minderheit.

Niemand weiss, wie viele Menschen in dieser Stadt an Jesus Christus als ihren Erlöser glauben. Die soziale Kontrolle ist gross, so dass jeder jeden im Auge behält. Besonders im Fastenmonat und an hohen Feiertagen ist ein Ausscheren aus den religiösen Traditionen kaum möglich. Wer es dennoch riskiert, erlebt Verfolgung. Ein Leiter der iranischen Christen in Mashhad wurde im Dezember 1990 vom Scharia-Gerichtshof zum Tod verurteilt. Die überwältigende Mehrheit der Einwohner Irans hat bis heute keine Ahnung davon, wer Jesus Christus wirklich ist. Die meisten Muslime glauben dem, was der Koran über Jesus, den Propheten des Islam, sagt. Es ist ein Wunder, dass trotz der angespannten Situation und einer sehr realen Gefahr für Leib und Leben im ganzen Land die Zahl der iranischen Christen wächst.

Nordwestlich von Mashhad siedelt das Turkvolk der Khorasani-Turkmenen, ein Volk von etwa 830‘000 Menschen. Die meisten von ihnen sind Bauern, denn diese Gegend ist sehr fruchtbar. Sie bauen Weizen, Reis, Baumwolle, Zuckerrohr, Melonen und Kartoffeln an. Schafe, Ziegen und Kühe versorgen die Familien mit Fleisch, Milch und Butter. Die Khorasani sind auch fähige Handwerker, die Schmuck, Puppen, Glaswaren und wunderschöne Teppiche herstellen.

Die Khorasani-Turkmenen leben abgeschieden und ohne Zugang zum Evangelium im Khorasani-Turkmenischen. Es ist kein Bibelteil oder anderes Material bisher übersetzt. Sie sind zu 100% Muslime und ihr gesellschaftliches Leben ist stark auf den Islam ausgerichtet. Zur Zeit sind keine Christen unter ihnen bekannt.

Gebetsanliegen

  • Ein Bewusstsein für diese Gegend unter den Christen im Iran und weltweit, damit z. B. Christen als Geschäftsleute sich um eine Arbeitserlaubnis für diese Gegend bemühen können.
  • Linguisten, die sich ihrer Sprache annehmen und Bibelteile oder Schriften erstellen.

Der Gebetskalender für die 30 Tage des Ramadan online

Quelle Text und Bild: Deutsche Evangelische Allianz / SEA

Datum: 10.09.2009

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