Wunder im Alltag

Gibt's das heute noch?

Zoom
Der Kassier, der Buchhalter und der Chef waren ratlos. Über Monate hinweg zeigten die Kasse und die Buchhaltung grosse Differenzen, und trotz allem Suchen war der Fehler nicht zu finden. Bis die drei Männer ihren professionellen Stolz überwanden und zusammen die Hände falteten. Was dann geschah, war verblüffend.

Diese Geschichte ist nicht erfunden, sondern in der letzten Woche geschehen. Kasse und Buchhaltung waren kompliziert, und seit Wochen hatte man den Fehler gesucht. Alle drei Männer waren Christen, und schliesslich entschlossen sie sich, zusammen für das Problem zu beten. Das Stichwort hier ist «zusammen». Sie baten Gott um eine Lösung.

Daraufhin buchte der Kassier alle offenen Rechnungen ein, machte einen Kassenabschluss und verglich den Kassenstand mit dem Soll. Drei Stunden nach dem gemeinsamen Gebet stellte sich heraus: Die beiden Beträge unterschieden sich derart unwesentlich, dass man von einer fast hundertprozentigen Übereinstimmung reden konnte! Der Mann konnte es fast nicht glauben. Er checkte und zählte nochmal. Es stimmte. Der Alptraum war vorbei.

Wunder sind möglich

Was die drei hier im beruflichen Alltag erlebten, kann man getrost als Wunder bezeichnen. Hier war etwas geschehen, das sie nicht auf ihre eigenen Bemühungen zurückführen konnten. Und zwar direkt auf ihr Gebet hin.

Das Wort «Wunder» ist heute sehr strapaziert, klar. Aber die Frage ist ganz einfach: Entweder gibt es einen Gott, der reagiert, handelt und der eingreifen kann – oder unsere Welt ist ein geschlossenes System, das nach seinen eigenen Gesetzen funktioniert, und der «Liebe Gott» ist ausserhalb und hält seine Finger raus aus diesem System.

Klar, der «Liebe Gott» ist kein Lückenbüsser. Er verlangt saubere Arbeit, gesundes Leben und unser Engagement, wo es möglich ist. Aber wir kommen heute in unserer komplexen Welt – trotz all unseren hochentwickelten Möglichkeiten – immer wieder an Grenzen, wo wir einfach sagen müssen: «Jetzt komm ich nicht mehr weiter». Und hier bietet Gott seine Hilfe an. «Ruf mich in der Not doch an», sagt er (Psalm 50,15 – Gottes Telefonnummer).

Gegen den praktischen Atheismus

Jeder, der schon einmal solch ein Wunder im Alltag erlebt hat, weiss: Man muss sich demütigen und zugeben, dass man am Ende seines Lateins ist. Vor allem anderen gegenüber ist das oft gar nicht so einfach. Und dann kommt die andere Frage: Was, wenn nun doch nichts geschieht?

Da muss man durch. Bei allem theoretischen Gottvertrauen leben wir ja oft einen praktischen Atheismus. Wenn man nicht weiter weiss, stehen wir knallhart vor der Frage: Wagen wir es, uns an diesen Gott zu wenden, der nicht nur ungeahnte Möglichkeiten hat, sondern uns auch zugetan ist (sprich: uns liebt)? Hier waren drei gestandene Männer, die es wagten, ihren praktischen Atheismus (und ihren Stolz) zu durchbrechen und ihr Problem gemeinsam vor Gott zu tragen. Und etwas geschah.

Wunder sind Hinweisschilder

Etwas zieht sich wie ein roter Faden durch die vielen Wunderberichte des Neuen Testaments: Neben dem wunder-baren Geschehen an sich sind sie wie Hinweisschilder. Sie lassen eine Realität aufblitzen und zeigen: Da ist ein Gott, der eine neue Geschichte mit den Menschen angefangen hat; der begonnen hat, nicht nur Probleme zu lösen, sondern die Welt zu erlösen. Alle Wunder und Heilungen, die Jesus tat, waren solche «Zeichen»: Gottes neue Welt hat angefangen. Gott holt seine Schöpfung zurück.

Noch leben wir in der Zwischenzeit. Wunder sind nicht garantiert. Auch Enttäuschungen sind möglich. Man kann aus Wundern kein Prinzip machen. Darum ist Glaube immer wieder die Entscheidung, es «trotzdem» zu versuchen – ein trotziger Aufstand gegen die Diktatur des Normalen.

Das eine Wunder, das garantiert ist

Ein Wunder wird in der Bibel garantiert: Wer von Gott nicht nur Lösung seiner Probleme, sondern Erlösung seines Lebens erbittet, der bekommt es. Garantiert. «So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren sind, sondern ewiges Leben bekommen», verspricht der wohl bekannteste Vers der Bibel (Johannes-Evangelium, Kapitel 3, Vers 16). Kein Mensch, der sich an Jesus wendet, wird zurückgewiesen.

Gott will nicht nur Lösungen geben, sondern erlösen. Er hat den Weg zu sich frei gemacht. Der Zugang ist offen. Wer sich auf Jesus einlässt, wird das dramatischste Wunder erleben, das möglich ist: eine Lebensveränderung, die kein Mensch selbst schafft.

Zum Thema:
Wunder: Zeichen des Reiches Gottes
Wunder im Alltag: «Ich wollte erleben, wie Gott mächtig eingreift...»
Ein Selbstmordversuch und ein Wunder: «Ohne Gottes Eingreifen würde ich nicht mehr leben»

Datum: 28.06.2017
Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Jesus.ch

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich neu, um diesen Artikel zu kommentieren.
Anmelden
Mit Facebook anmelden

Adventskalender

Anzeige

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Führe uns nicht in Versuchung
Papst Franziskus hat die Übersetzung der Vaterunser-Bitte «führe uns nicht in Versuchung» in einem Interview mit dem italienischen Sender TV2000...
Mahnwache 2017
Am Donnerstag, 14. Dezember wird Christian Solidarity International wieder in zwölf Schweizer Städten eine Mahnwache durchführen. «Gemeinsam stehen...
Co-Projektleiter Markus Giger
Das hat es so noch nie gegeben: Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund initiierte einen Grossanlass für Jugendliche mit einer noch nie da...
Moldawien
Dreieinhalb Flugstunden liegt die moldawische Hauptstadt Chisinau von uns entfernt. Doch das Leben in dem ehemals kommunistischen Land ist mit...

Werbung

RATGEBER

Trauer an Weihnachten Wie wir Menschen unterstützen, denen nicht nach Feiern zumute ist
Weihnachten ist nicht für alle eine fröhliche Zeit. Viele Menschen sind besonders in diesen Tagen...

Adressen

CGS ECS ICS

Werbung

Livenet Service