Ein langer Gebetslauf

2'100 Kilometer unterwegs, um für Menschen zu beten

Zu Fuss, im Kajak und auf dem Fahrrad wird ein US-Pastor in diesem Sommer den Bundesstaat Washington umrunden, um für die Bewohner zu beten und Notleidenden zu zeigen, «dass sie nicht allein sind». Die Idee hatte er nach einer persönlichen Tragödie von Gott bekommen.

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In 34 Tagen möchte Joe DeScala den Bundesstaat Washington umrunden und für Menschen im Staat beten.
Ein Marathon-Lauf, ein Triathlon oder gar der Ironman erfordern eine ausgiebige sportliche Vorbereitung. Doch der Lauf, den ein Pastor aus dem Bundesstaat Washington vorhat, bedarf wohl noch deutlich mehr Vorbereitung: Joe DeScala möchte in 34 Tagen seinen Bundesstaat zu Fuss, auf dem Fahrrad und im Kajak umrunden – und währenddessen für die Menschen im Staat beten. «Ich habe das Gefühl, dass ich lang genug geredet habe, um andere Menschen dazu zu inspirieren, grosse Träume zu haben», erklärte der 41-Jährige gegenüber KING-TV. «Ich muss als Beispiel vorangehen.»

Gottes klares Reden

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Einen grossen Teil der Strecke legt Joe DeScala mit dem Fahrrad zurück.
Die Idee zu dem fast 2'100 Kilometer langen Triathlon hatte der Pastor nicht selbst. Im vergangenen Jahr starb sein Cousin urplötzlich an einer unbekannten Krankheit. DeScala war verzweifelt. Und in seine Verzweiflung hinein hörte er mit einem Mal Gottes Stimme. «Ich hörte, wie Gott wortwörtlich zu mir sagte: 'Ich möchte, dass du um den Staat Washington betest.'» Doch er verstand nicht genau, was Gott damit meinte. «Zu der Zeit predigte ich viel über entscheidende Momente im Leben und bat die Menschen, sie miteinander zu verbinden, um zu erkennen, was Gott zu ihnen sagte. Ich hatte das Gefühl, dass Gott mich in meinem eigenen Leben darauf hinwies, meine Liebe zum Ausdauersport dafür zu nutzen, auf die Menschen hinzuweisen, die in unserer Gemeinschaft Not leiden – aber wie?»

Nach einiger Zeit der Unklarheit verstand er, dass Gott ihn dazu aufforderte, wirklich um den Staat Washington zu reisen und für die Bewohner zu beten. «Das muss durch eine gestaffelte Reise geschehen, zunächst per Fahrrad, um die Nord- und Ostseite des Staates abzudecken, im Kajak den Columbia River an die südliche Ecke hinunter und dann zu Fuss die Westküste wieder hoch.»

Gebet und Geldsammlung

Sein Gebetslauf steht nun unmittelbar bevor: Am 24. Juni soll die 34-tägige Tour losgehen. Geplant ist, Gemeinden auf dem Weg zu besuchen, um gemeinsam mit und für diejenigen zu beten, die Not leiden und ihnen zu zeigen, «dass sie nicht alleine sind». Dabei möchte der Pastor auch Geld für Witwen und Waisen sammeln – was vermutlich auch mit dem Tod seines Cousins zusammenhängt, der seine Frau und fünf Kinder zurückliess. «Ich habe noch nie etwas in dieser Grössenordnung gemacht», gab der Pastor gegenüber Peninsula Daily News zu. «Das ist ein ganz neues Terrain für mich.» Doch wenn Gott ihm diese Idee gegeben hat, wird er ihn ganz sicher auch auf dem Weg begleiten.

Zum Thema:
Einsatz gegen extreme Armut: Laien-Sportler aus aller Welt liefen in Uganda für arme Kinder
3. Stiletto-Lauf in Burgdorf: Jetzt ist auch die Ostmission an Bord
2. Nationale Bergkonferenz: Segnend auf den Bergen unterwegs

Datum: 11.05.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / CBN

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