Aufbruch im Iran

«Eine Erweckung, wie sie die Geschichte nie gesehen hat»

Heute rufen wöchentlich mehrere hundert Menschen aus dem Iran im Call-Center von «Nejat TV» an. Dieses christliche Satelliten-Fernsehen ist ein Gradmesser des enormen Aufbruchs, der im Iran zu beobachten ist.

Zoom
Reza Safa begann einen christlichen Fernsehdienst in persischer Sprache.
Reza Safa erinnert sich deutlich an den 16. März 2003. Bis zu diesem Zeitpunkt betete der in den USA lebende iranische Pastor seit mehr als einem Jahrzehnt dafür, dass der Glaube, der sein Leben veränderte, auch in seiner Heimat die Ketten von Knechtschaft und Angst durchbricht.

Reza wuchs in einer schiitischen Familie im Iran auf. Als er später in Schweden lebte, fand er zum christlichen Glauben. Er wurde Pastor, schrieb das Buch «Inside Islam» und zog 1990 nach Oklahoma, wo er eine Gemeinde gründete und stets für eine Erweckung in seiner Heimat betete.

Keine Pause für Telefon und Reza

2003 begann er mit einer simplen TV-Ausstattung, christliche Programme in seiner Muttersprache Persisch aufzuzeichnen. An besagtem 16. März 2003 strahlte er seine erste Sendung über ein persisch-sprachiges Portal aus. «Es war ein Vormittag an einem Sonntag und ich sass gerade an meinem Schreibpult in Tulsa, Oklahoma, und war bereit für den Gottesdienst. Da klingelte das Telefon, was für einen Sonntagmorgen unüblich war.»

Am Draht war ein Iraner, der Razas Sendung «Tag der Errettung» gesehen hatte. Er wollte Christ werden. «Und wenig später kam bereits der nächste Anruf von jemandem, der Jesus in sein Leben aufnehmen wollte.» Um es kurz zu machen: Das Telefon klingelte unablässig. Immer waren wieder Menschen aus dem Iran am Apparat, die ihr Leben ändern wollten.

Von 0 auf 24 Stunden in drei Jahren

Um dem Ansturm gerecht zu werden, richtete Safa in der Folgewoche vier Telefonlinien in seiner Gemeinde ein. «Ich realisierte, dass dies Teil der Erweckung in der radikal-islamischen Nation und dem Nahen Osten insgesamt war, eine Erweckung, wie sie die Geschichte noch nie gesehen hat.»

Es dauerte nicht lange, bis weitere Pastoren mitwirkten und 2006 begann die Zusammenarbeit mit «Trinity Broadcasting Network», woraus ein 24-Stunden-Programm namens «Nejat TV» entstand. Dieses kann per Satellit im Nahen Osten empfangen werden. Seither wurden viele Menschen erreicht, die vorher nie etwas vom christlichen Glauben gehört hatten.

Mehrere hundert Anrufe

Heute rufen pro Woche mehrere hundert Muslime aus dem Iran, Afghanistan, Tadschikistan, Kurdistan und vielen weiteren unerreichten Gebieten der Welt an. «Manche rufen an, weil sie ihr Leben Christus aushändigen wollen. Andere wünschen sich Gebet für ihre Familie und wiederum andere wollen bezeugen, wie sich Gottes verändernde Kraft in ihrem Leben ausgewirkt hat.»

Zum Thema:
Iran: Übersetzung in Persisch: «Die Bibel kommt, egal wie verschlossen das Land ist»
Immigranten finden Jesus: 1000 Iraner sind in Deutschland Christen geworden
Gericht hebt Haftstrafen auf: Iran: Führende Mitglieder der Hauskirchenbewegung freigesprochen 

Datum: 15.02.2015
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Trinity Broadcasting Network

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