Religionsstatistik

Freikirchen haben stark zugelegt

Am 31. Januar publizierte das Bundesamt für Statistik die neueste Religionsstatistik. Sie ist aus freikirchlicher Sicht erfreulich, wie Freikirchen-Präsident Peter Schneeberger feststellt.

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Peter Schneeberger ist der Präsident vom VFG und Vorsitzender der FEG Schweiz.
Peter Schneeberger, Präsident des Verbandes VFG - Freikirchen Schweiz, ist über die Resultate erfreut: «Die Freikirchen haben – zusammen mit den anderen christlichen Glaubensgemeinschaften – einen grossen Sprung nach vorne gemacht», stellt er fest. In den letzten vierzig Jahren haben Freikirchen und Gemeinschaften demnach ihren Anteil an der Wohnbevölkerung von 2% auf 5,9% gesteigert (siehe Grafik).

Religiös aktiv und hoher Kaderanteil

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Grafik zur Entwicklung der Religionslandschaft
Faszinierend findet Schneeberger auch die Zahlen zum Gottesdienstbesuch: 70% der Mitglieder von Freikirchen besuchen laut der neuen Religionsstatistik mindestens einmal pro Woche den Gottesdienst. Beim Beten ist ihre Beteiligung noch stärker. Gegen 90% beten täglich. «Führt das dazu, dass Mitglieder von Freikirchen weltabgewandt sind?», so die rhetorische Frage des Freikirchen-Präsidenten. Das Gegenteil sei der Fall. Über 10% der freikirchlichen Berufstätigen sind laut der Erhebung im obersten Management tätig. Das ist mit Abstand die höchste Quote unter den christlichen Religionsangehörigen. Die grösste Rolle spielen laut der Erhebung die Religion und Spiritualität in der Erziehung der Kinder, in der Einstellung gegenüber der Natur, bei Krankheit und in schwierigen Momenten des Lebens.

Wert der Freikirchen nicht unterschätzen

«Der Wert der (Frei)Kirchen für die Schweiz darf nicht unterschätzt werden», bilanziert Schneeberger. «In den Bereichen werteorientierte Erziehung, verantwortungsbewusster Umgang mit der Schöpfung und Trost in Zeiten des Leidens geben das Evangelium von Jesus Christus und die Christen heilende, frohe und heimatspendende Antworten.»

Anhaltende revolutionäre Kraft

Er zitiert dazu aus der «Pariser Erklärung» über die Rolle und den Zustand von Europa: «Unsere Tugenden sind zweifelsfrei christlichen Erbes: Gerechtigkeit, Mitgefühl, Gnade, Vergebung, Friedfertigkeit, Wohltätigkeit, Das Christentum hat die Beziehungen zwischen Männern und Frauen revolutioniert, indem es Liebe und gegenseitige Treue in einem zuvor ungekannten Ausmass als bleibende Werte etablierte.» Dies zeige sich insbesondere in der Verantwortung und Selbstlosigkeit von Eltern für ihre Kinder.

Zur Webseite:
Verband VFG - Freikirchen Schweiz

Zum Thema:
Leiterwechsel beim VFG: «Freikirchen sind die dritte Kraft»

VFG-Präsident Max Schläpfer: «Wir haben voneinander gelernt»
Zum Jahresanfang: Vier Fragen an Peter Schneeberger

Datum: 08.02.2018
Autor: Fritz Imhof
Quelle: Livenet

Kommentare

Die Angaben der Zahlen sind leider nicht ganz richtig. 5.9% bezieht sich auf "Andere christliche Glaubensgemeinschaften" inkl. Christkatholische Kirche, Christlich-orthodoxe Kirchen sowie andere evangelische Kirchen, wie z.B. Methodistische Kirchen, Neuapostolische Kirchen. Gängig werden aber Christkatholische Kirche, Christlich-orthodoxe Kirchen nicht zu den Freikirchen gezählt. Zieht man sie also ab, liegen wir bei rund 3,6%. Weitere Infos unter: https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/sprachen-r...

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