Youcat
«Ihr müsst wissen, was Ihr glaubt»
Kann man vernünftigerweise heute noch gläubig sein? Wichtige Fragen zum christlichen Glauben beantwortet der neue Jugendkatechismus der katholischen Kirche «Youcat», der gleichzeitig in 13 Sprachen erscheint.
„Ihr müsst wissen, was Ihr glaubt“
Youcat überträgt die Aussagen des römischen Katechismus von 1992 in eine für Junge verständliche Sprache. Im Vorwort bezeichnet Papst Benedikt XVI. die Entstehung des Werks als „Wunder“. Der Aufbau sei „einfach aus der katechetischen Erfahrung der Jahrhunderte genommen: Was wir glauben – Wie wir die christlichen Mysterien feiern – Wie wir in Christus das Leben haben – Wie wir beten sollen“. Youcat sei ein grosses Buch, schreibt der Papst, Frucht einer Suche nach dem „Raum der Gemeinsamkeit zwischen den verschiedenen Denkwelten“: „Aus vielen Stimmen konnte sich ein gemeinsamer Chor bilden, weil wir die gemeinsame Partitur des Glaubens hatten, der von den Aposteln her die Kirche durch die Jahrhunderte getragen hat.“
„Kostbare Perle“
Benedikt lädt die Jungen ein, das gelbe Buch zu studieren, allein und miteinander, und sich in Netzwerken und im Internet auszutauschen. „Dieser Katechismus redet Euch nicht nach dem Mund. Er macht es Euch nicht leicht. Er fordert nämlich ein neues Leben von Euch. Er legt Euch die Botschaft des Evangeliums vor wie die ‚kostbare Perle‘ (Mt 13,45), für die man alles geben muss… Bleibt auf jede Weise über Euren Glauben im Gespräch!“Dies ist, so das Kirchenoberhaupt, notwendig in einer pluralistischen Gesellschaft: „Ihr müsst Euren Glauben so präzise kennen wie ein IT-Spezialist das Betriebssystem eines Computers… Ja, Ihr müsst im Glauben noch viel tiefer verwurzelt sein als die Generation Eurer Eltern, um den Herausforderungen und Versuchungen dieser Zeit mit Kraft und Entschiedenheit entgegentreten zu können. Ihr braucht göttliche Hilfe, wenn Euer Glaube nicht austrocknen soll wie ein Tautropfen in der Sonne…“
Der Papst erinnert daran, dass Gott zum Zeitpunkt der tiefsten Krise seines Volks, der Israeliten, einen Jugendlichen berief: Jeremia sollte sein Sprachrohr werden. Ihm antwortete Gott: „Sag nicht: Ich bin noch so jung. Wohin ich dich auch sende, dahin sollst du gehen, und was ich dir auftrage, das sollst du verkünden“ (Jeremia 1,7).
Quelle: Livenet / RP, Kipa, Radio Vatikan
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