Der Reset-Knopf

Auf die Werkseinstellung zurücksetzen

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Mein Internet-Router spinnt wieder einmal. Er will und will keine Verbindung aufnehmen. Dabei funktionierte doch alles bisher so einigermassen. Ich muss wohl diesen kleinen Knopf suchen, der alles zurücksetzt. Wenn es das doch fürs Leben auch gäbe!

Wenn nichts mehr geht, dann hilft dieser kleine Knopf, grün oder gelb, meist ein bisschen versteckt. Oft muss man ihn mit einem spitzen Stift oder einer aufgebogenen Büroklammer betätigen. «Reset» setzt alles auf die Werkseinstellungen zurück. Alle gespeicherten Einstellungen werden gelöscht, das Gerät ist wie neu. Praktisch, nicht wahr?

Mehr als gute Vorsätze

Ein neuer Jahresanfang. Wir hatten Zeit zum Nachdenken. Das letzte Jahr war so – na ja. Jetzt liegt 2018 vor uns, wie ein weites Schneefeld, unberührt und ohne Fusspuren. Haben Sie Vorsätze gefasst? Oder sich den Vorsatz genommen, keine Vorsätze mehr zu fassen? Wenn wir ganz tief in uns hineinhören, ist da irgendwo die Sehnsucht, so ein «Lebens-Reset» zu machen? Das wär's doch, oder? All die gespeicherten fehlerhaften Muster und negativen Angewohnheiten loszuwerden und sich selbst auf Werkseinstellung zurückzusetzen – wenn man das beim Modem oder beim Handy kann, warum nicht bei uns?

Niko und der unhöfliche Gesprächspartner

Niko kam spät abends, fast als wenn er sich schämte. Er suchte eigentlich nur eine gute Diskussion, aber sein Gesprächspartner fuhr grad voll ein. «Du, wenn ein Mensch nicht von neuem geboren wird, kann er Gott und sein Reich gar nicht sehen.» Keine langen Vorreden; mit einem Satz stiess Jesus in die Mitte des Problems vor – der Sehnsucht, die diesen (eigentlich religiösen) Mann zu ihm getrieben hatte. Religion ist gut, aber sie ist Kosmetik. Jesus bietet etwas an, was keiner sonst gewagt hat zu sagen: Man kann – ja, man muss – noch einmal ganz von vorne anfangen, wenn man mit Gottes neuer Realität in Kontakt kommen will. Ein Reset ist nicht nur möglich, sondern nötig.

Der Reset-Knopf setzt «auf Werkseinstellungen zurück». Wenn Jesus uns anbietet, «von neuem geboren zu werden», ist das so etwas Ähnliches. Eine einmalige Chance – egal, ob wir es im Leben völlig verbockt haben oder ob wir als anständiger Mensch doch diese innere Leere spüren. Jesus meint nicht die «Wiedergeburt» der Hindus irgendwann in einem späteren Leben, sondern das Angebot eines neuen Starts mitten hier im Leben.

Not harder but smarter

Es ist klar: Diese neue Geburt ist nicht ein körperlicher Vorgang, sondern etwas Inneres. Es ist auch kein psychologischer Klimmzug, bei dem man sich selbst quasi «neu erfindet». Wer sich nicht auf seine Leistung verlässt, sondern an Jesus glaubt, der bekommt «ewiges Leben» – eine neue Art von Leben, direkt an Gott angekoppelt (Johannes-Evangelium, Kapitel 3, Vers 16). Schuld wird vergeben, ein Strich unter die Vergangenheit gezogen, neue Ziele und eine neue Kraft kommen ins Leben. Eigentlich ist es mehr als ein «Reset» – es ist wie ein neues Betriebssystem, das da bei uns aufgespielt wird und anfängt, unsere Gedanken, Reaktionen und Gefühle zu verändern.   

Es geht also nicht darum, dass wir religiös(er) oder noch anständiger werden. Sondern dass wir uns mit unserer ganzen Existenz auf Jesus einlassen. Im Verlauf des Gesprächs mit dem frommen Niko macht Jesus deutlich: Religion versucht, sich den Weg von unten nach oben zu erarbeiten. Moralisches Bemühen, gute Vorsätze, esoterische und Psycho-Tricks probieren dasselbe. Gott hat aber einen anderen Weg geschaffen – einen Weg quasi «von oben nach unten»: Jesus, der jedem, der an ihn glaubt, neues Leben gibt. Wer es also wagt, 2018 von seinen Leistungen wegzusehen und sich mit seiner ganzen Existenz auf Jesus zu verlassen, wird erleben, wie tief innen etwas ganz Neues anfängt.

Ein Neustart ist wirklich möglich. Und Niko hat seine Chance gepackt. Er wurde zu einem Nachfolger dieses Jesus – wie Millionen seither.

Zum Thema:
Den Glauben kennenlernen
Egal was kommt: Voll Zuversicht ins neue Jahr

Stark und mutig: Angst vor dem neuen Jahr?
Neujahrs-Vorsätze: Veränderung ist möglich

Datum: 03.01.2018
Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Jesus.ch

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