Warum lässt Gott das zu?

Wie man Kindern Leid erklärt

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Naturkatastrophen, Schicksalsschläge, Terror, Krankheit. Wie kann ein liebender Gott all das zulassen? Hat er doch keine Superkräfte? Oder will er das Böse in der Welt gar nicht stoppen? Wir haben Anregungen, wie Sie Ihren Kindern auf solch schwierige Fragen antworten können.

Warum passieren so viele schlimme Dinge auf dieser Welt? Im Angesicht des Unrechts kommen manche zu dem Schluss, dass es Gott gar nicht geben kann. Doch es gibt auch andere Ansätze, Leid und einen liebenden Gott als Realität anzunehmen. Hier ein paar Gedanken, die im Gespräch mit Kindern helfen können.

Der Mensch ist frei

Gott wollte, dass auf dieser Welt Liebe möglich ist. Doch Liebe ist nur dann echt, wenn sie nicht erzwungen wird. Gott hat die Menschen nicht als gehorsame Roboter erschaffen, sondern ihnen Entscheidungsfreiheit geschenkt. Jeder Mensch kann sich für Gott und das Gute entscheiden, aber er hat auch die Freiheit, Gottes Gebote zu ignorieren und sich daneben zu benehmen. Vieles, was auf dieser Welt schief geht, passiert, weil Menschen sich dazu entscheiden, egoistisch zu sein und Gott nicht zu gehorchen.

Gott schaut nicht weg. Er sieht Leid und Elend. Er hasst Unrecht und das Böse. Und er leidet mit, wenn schlimme Dinge passieren. Aber damit sich der Mensch aus freien Stücken für die Liebe entscheiden kann, erduldet Gott auch schlechte Entscheidungen.

Das Beste kommt noch

Leid, Schmerzen und Mühe sind in dieser Welt eine traurige Realität. Aber wenn man an Jesus glaubt und ihn beim Wort nimmt, dann ist das Leben nicht mit dem Tod vorbei. Unser jetziges Leben ist nur der Anfang und sehr kurz im Vergleich mit der Ewigkeit im Himmel. Die Bibel verspricht, dass Jesus selbst alle Tränen abwischen wird. Alles Elend wird für immer vorbei sein. Wenn man das glauben kann, bekommt man eine andere Perspektive für Schmerzen und Kummer im Alltag. In der Bibel steht sogar, dass Gott unser Durchhalten belohnt, alles ersetzt und wieder gut macht. Gott bietet uns wunderbares, ewiges Leben an. Das Gute hat bereits gesiegt. Das zu glauben, schenkt auch jetzt schon Trost und Gelassenheit.

Übrigens: Dass wir in die Ewigkeit eintreten können, dafür hat Jesus selbst keine Kosten, Mühen, keine Schmerzen und kein Leid gescheut...

Schwere Zeiten formen unser Herz

Menschen, die schwere Zeiten durchgemacht haben, besitzen oft mehr Mitgefühl und Gnade mit anderen. Manchmal sorgen Einschränkungen dafür, dass wir aktiv werden, auf andere Ideen kommen und dass sich neue Türen auftun. Schwierigkeiten formen unseren Charakter und unser Herz. Sie treiben uns auch an, anderen Gutes zu tun und Bedürftigen zu helfen. Es ist sehr wichtig, dass unser Herz und unser Charakter Jesus ähnlicher wird, gerade wenn wir ewig leben werden.

Leid ordnet Prioritäten

Wenn alles immer glatt läuft, denkt man wenig über sein Leben nach. Manchmal korrigieren erst Schicksalsschläge unser Denken. Was ist wirklich wichtig im Leben? Wo liegen die Prioritäten? Worum geht es eigentlich? Leid, Krankheit und Elend erschüttern und verändern alles. Aber oft machen sich Menschen erst dadurch auf den Weg, Gott zu suchen. Vielleicht lässt Gott manches Mal Leid zu, damit Menschen einen Kurswechsel hinlegen und die richtigen Weg finden können. Denn wenn es eine Ewigkeit gibt und wir dazu geschaffen sind, dort mit Gott zu leben, ist es sehr wichtig, ihn jetzt kennenzulernen.

Übrigens: Gott ist immer da. Und er schenkt einem die Kraft und den Frieden, die Herausforderungen des Lebens zu meistern.

Menschen werden nie alles verstehen

Unser Gehirn funktioniert auf faszinierende Weise. Trotzdem kommen wir nicht im entferntesten an Gottes Wissen und Weisheit ran. Seine Pläne sind einfach grösser und besser als wir das verstehen können. Manchmal bleibt uns nichts anderes übrig als darauf zu vertrauen, dass Gott gut und gerecht ist und dass er weiss, was er tut. Ein Priester hat mal gesagt: «Wenn Gott mir 24 Stunden lang seine Macht überlassen würde, würde ich vieles ändern. Aber wenn er mir dazu noch seine Weisheit gäbe, würde ich alles lassen, wie es ist.»

Auch das Böse kann zeigen, dass es Gott gibt

Der «Chroniken von Narnia»-Autor C.S. Lewis hat einmal gesagt: «Dass das Universum so grausam und ungerecht schien, war für mich ein Argument gegen die Existenz Gottes. Aber woher wusste ich eigentlich, was gerecht und was ungerecht ist? Niemand kann einen Strich als krumm bezeichnen, wenn er keine Vorstellung von einer geraden Linie hat. Mit was also vergleiche ich das Universum, wenn ich es als ungerecht bezeichne?»

Das Böse ist abgrundtief, aber es kann uns darauf bringen, dass es auch das Gute geben muss. Uns bleibt, sich für das Gute zu entscheiden, das Gute zu tun und darauf zu vertrauen, dass Gott immer bei uns ist.

«Denn Gott selbst hat versprochen: 'Ich werde dich nie vergessen und dich niemals im Stich lassen.'» (Die Bibel, Hebräer, Kapitel 13, Vers 5)

Zum Thema:
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Datum: 19.11.2017
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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