Zeugen sein

Damit Menschen Hoffnung gewinnen

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Das Schiff dieser Leute ist untergegangen. Sie haben nur noch ein Stück Holz, um nicht zu ertrinken. Gibt es noch Hoffnung für sie?
Gebet hilft in Not: Zur Allianzgebetswoche gibt die Schweizerische Evangelische Allianz eine Broschüre heraus. Livenet bringt den Tages-Input mit Gebetstipps sowie Challenges fürs Homecamp, das junge Christen in dieser Woche veranstalten können. Heute erfahren wir, dass wir gerade dann mit Gottes Hilfe rechnen dürfen, wenn wir uns verloren fühlen.


«Paulus sagte: Doch nun ermahne ich euch: Seid unverzagt; denn keiner von euch wird umkommen, nur das Schiff ist verloren. Denn diese Nacht trat zu mir der Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene. Da wurden sie alle guten Mutes und nahmen auch Nahrung zu sich... Und so geschah es, dass sie alle gerettet ans Land kamen.» (Die Bibel, Apostelgeschichte 27,34-44)


Martins Luftmatratze sank, als er bei seinem Weltrekordversuch den Bodensee rückwärts schwimmend durchqueren wollte. Mit dem immer dichter werdenden Nebel hatte er nicht gerechnet. Seine umweltschonende Luftmatratze aus kompostierbaren Materialien war bereits nach einer Stunde aufgelöst. Fehlplanung. Aber jetzt war es zu spät, darüber zu sinnieren. In der linken Wade machten sich erste Krampferscheinungen bemerkbar. Verbissen versuchte er, sich einbeinig ans Ufer zu kämpfen, indem er sein linkes Bein hängen liess, um den Krampf möglichst lange hinauszuzögern.

Genau diese einseitigen Stösse mussten der Grund gewesen sein, wieso er im Kreise schwamm, was ihm allerdings erst nach einer Stunde bewusst wurde. Viel zu spät. Er versuchte irgendetwas im Nebel vor sich zu fokussieren, sah jedoch nur knapp zwei Meter weit. Der Krampf kam genau in dem Moment, als ihn der Mut verliess. Und mit dem Mut auch die Kraft. Ihm war klar, dass er das rettende Ufer nie mehr erreichen würde.

Er gab auf. Da tauchte, ganz unerwartet und nur ein paar Meter vor seinem Kopf, ein schwankendes
Licht auf. Mit neuer Hoffnung machte er ein paar letzte, verzweifelte Züge und spürte Boden unter den Füssen. Dann blickte er in das lachende Gesicht seines Freundes Sven, der um den See geradelt war, um auf ihn zu warten und dabei mit der Fahrradlampe den See abgesucht hatte. Dieses unscheinbare Signal hatte Martin das Leben gerettet. Wie sonst hätte er wissen können, dass das Ufer zum Greifen nahe war?

Es ist unser Auftrag, im Nebel rettende Signale zu geben, oder, wie Jesus sagt, unser Licht leuchten zu lassen (vergleiche mit der Bibelstelle in Matthäus 5,16).

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Für Gott ist nichts unmöglich. Er kann einen rettenden Ast schicken, auf dem wir Schutz finden vor dem tosenden Meer
Gebet

  • Wir bekennen dir, unserem Gott, dass wir in brenzligen Situationen und Schwierigkeiten oft nicht genug auf dich hören wollen.
  • Wir danken dir dafür, dass du in vielen schwierigen Momenten uns so nahe gewesen bist. Wir danken dir für deine starke, rettende Hand.
  • Wir bitten um die Kraft, im Glauben vorwärts zu gehen, besonders dann, wenn vieles in unserem Leben so unklar scheint.
  • Wir beten für Bootsflüchtlinge und alle anderen Flüchtlinge, die auch in diesem Jahr nach einem Rettungsboot suchen. Wir bitten dich, dass sie Hilfe finden.

Homecamp

  • Erzählt einander «Sugus-Geschichten». «Seid unverzagt», sagt Paulus. Wie gehst du mit schwierigen Situationen um?
  • Macht eine Abendwanderung auf einen Hügel, von dem ihr euren Ort überblicken könnt. Betet besonders für die «Schiffbrüchigen». Wenn's Schnee hat, verbindet es mit einer Schlittelfahrt.
  • Gehe morgen 15 Minuten früher. Bevor du die Schule oder den Arbeitsort betrittst, segne deine Mitmenschen.

Mehr zur SEA
Mehr zum Homecamp

Autoren: Andreas Boppart, Matthias Spiess, Thomas Hanimann.
Grafik: Denis Simon, Creation Atelier, Illnau
Quelle: SEA

Datum: 14.01.2010

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