Kain und Abel auf dem Kaiserthron

Und Gott sprach: Was hast du getan? Horch! Das Blut deines Bruders schreit zu mir.
1. Mose 4, 10

Krank und müde war der römische Kaiser Septimus Severus (193-211), als er im englischen York auf dem Sterbebett lag und heute vor 1800 Jahren seinen beiden Söhnen Caracalla (geb. 186) und Geba (geb. 189) die Herrschaft über das Riesenreich vom Euphrat bis zur Grenze Schottlands übergab. Ein Mensch allein konnte die Regierung eines solchen Vielvölkerstaates gar nicht mehr bewältigen, darum sollten die beiden Brüder gemeinsam den Bestand des Reiches sichern.

Doch der machtbesessene Caracalla wollte unbedingt allein regieren und liess seinen jüngeren Bruder schon im nächsten Jahr ermorden. Der darauf folgenden blutigen Willkürherrschaft der »italischen Bestie«, wie man Caracalla nannte, wurde schon im Jahr 217 ein Ende gesetzt, als er auf einem Feldzug in Mesopotamien von einem Offizier ermordet wurde, der sich dann seinerseits zum Kaiser ausrufen liess. Wie von Anfang an in der Menschheitsgeschichte bei Kain und Abel (1. Mose 4) ist es im Lauf der Jahrtausende stets weitergegangen. Mögen auch die Mächtigen heute sich persönlich nicht mehr gegenseitig umbringen – stattdessen hat das Morden globale Züge angenommen, und es besteht keine Hoffnung, dass es jemals besser werden könnte.

Unsere Hoffnung kann sich nur auf Gott richten, der in seinem Wort versprochen hat, dass uns durch Jesus Christus der ersehnte Friede geschenkt werden wird. Wenn wir ihm und seiner frohen Botschaft von der Erlösung durch das Opfer seines Sohnes am Kreuz glauben, will er uns persönlich als seine Kinder annehmen mit der Aussicht auf einen ewigen Frieden in der lebendigen Gemeinschaft mit ihm. jo

Frage:
Hoffen Sie immer noch darauf, dass die Welt gerechter und friedlicher wird?

Tipp:
Darauf hoffen Menschen schon seit Jahrtausenden. Den endgültigen Durchbruch zum Frieden können wir realistisch aber nur von Gott erwarten.

Bibel:
Matthäus 5, 21-26 


Quelle: Leben ist mehr

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