Wie ist Ihr Tisch gedeckt?

Wir sagen in einem Sprichwort manchmal: Der Mensch ist, was er isst. Wir meinen damit, dass unsere Ess- und Tischgewohnheiten ein Ausdruck des Lebens sind. Wir können diesen Gedanken tatsächlich auf viele Bereiche unseres Lebens übertragen und uns fragen: Wovon leben wir? Was kommt auf dem Tisch unseres Lebens? Wenn wir dann unser Leben als Ganzes überblicken, erkennen wir als Grundgedanken: Wir leben von dem versorgenden Gott. Unsere Nahrung ist Geschenk. Selbst die unter Hilfe von Chemie und Gentechnik hergestellten Produkte greifen auf natürliche Ressourcen zurück, die Geschenk des Schöpfers sind.

Doch die Geschichte der Menschen zeigt von Anfang an, dass wir nicht nur in der körperlichen Lebensversorgung von dem schenkenden Gott leben. Gleich zu Beginn der Menschheitsgeschichte lesen wir von der Schuld des Menschen. Schuld an Gottes Anweisungen und Schuld an der zwischenmenschlichen Beziehung. Es war schuldiges Verhalten unter der Inspiration der bösen Schlange. Doch auch in der Schuld leben wir Menschen von dem versorgenden Gott. Er wird mit der bösen Schlange fertig und hat uns durch seinen Sohn Jesus Christus einen Sieger über die Macht des Bösen zur Seite gestellt. Der versorgende Gott ist da, selbst wenn wir es nicht verdienen. Das ist eine wunderbare, wenn auch für uns Menschen sehr beschämende Tatsache. Er versorgt sein Volk im Glauben. Er bringt es durch die Wüste in das gelobte Land und täglich lebt es von dem versorgenden Gott - innerlich und äusserlich.

Vielleicht fragen Sie sich: Was wir das neue Jahr bringen? Was wird mir aufgetischt werden? Sie können sicher sein, dass auch im neuen Jahr der versorgende Gott parat steht. Er möchte uns den Tisch des Lebens mit seinen Segnungen decken. In Psalm 23 beschreibt es der König David so: "Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt. Mein Becher fliesst über. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen alle Tage meines Lebens und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar." Die Zuversicht Davids ist eine Schau des Glaubens. Wir leben von der Gnade Gottes, und die wird auch im nächsten Jahr gross sein, und diese Gnade Gottes darf ich für mich persönlich in Anspruch nehmen. Er möchte Gutes und Segensreiches auf meinen Lebenstisch bringen, aber ich bin selbst auch gefragt. Gott handelt nicht einfach an uns vorbei.

Er deckt den Tisch mit uns. Er möchte Falsches abräumen mit uns, Gutes auftischen mit uns. Wir sind keine Marionetten, sondern eigene wertgeschätzte Persönlichkeiten. Und erinnert uns vielleicht an ein falsches Verhalten in unserem Leben und sagt: Das gehört doch gar nicht auf deinen Tisch. Das tut dir und deinen Mitmenschen nicht gut. Räume mit der Unversöhnlichkeit auf, versorge das beleidigt sein und decke mit mir den Tisch anders: mit Vergebungsbereitschaft, Freundlichkeit und Vorschussvertrauen. So wird das neue Jahr gut. Er - unser Herr geht voraus. Er will Tischgemeinschaft mit uns haben und seine Tischgemeinschaft ist von der Vergebung geprägt, so wie wir das auch vom Abendmahl her kennen. Gottes Güte und sein Angebot der Begleitung stehen über das neue Jahr, lassen uns aus der Gemeinschaft mit ihm leben.

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Datum: 28.11.2006
Autor: Dick Leuvenink
Quelle: FEG Basel

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