Was daran hindert, die Vaterliebe Gottes zu erleben: Falsches irdisches Vaterbild

Eine Sache, die leider viel zu viele Menschen daran hindert, die Vaterliebe in ihrer ganzen Fülle zu erleben, ist ein falsches Vaterbild, was oftmals das Resultat eines zerbrochenen irdischen Vaterbilds oder eines abwesenden Vaters ist.

Die Tragik der Geschichte von Walter, dem Fremdenlegionär, liegt in seiner Beziehung zu seinem irdischen Vater begründet. Dieser schwächte sein Selbstvertrauen, indem er ihm immer wieder vorhielt, dass er nie etwas aus seinem Leben machen würde. Dieser irrigen Überzeugung ergab sich Walter schliesslich und wurde - jedenfalls in seinen Augen - ein Versager. Erst als reifer Mann konnte er umkehren und die Vaterliebe Gottes erfahren.

Ruth ist seit einigen Jahren Mitglied der Vineyard-Gemeinde Bern. Sie berichtet aus eigener Erfahrung davon, wie es ist, wenn die Beziehung zum himmlischen Vater durch negative Erfahrungen mit dem irdischen Vater gestört ist:

"Als frischgeborene Christin hatte ich grosse Mühe damit, dass Jesus ein Mann war. Mein Vertrauen in das männliche Geschlecht war erschüttert. Ich konnte mir erst recht nicht vorstellen, Gott als Vater anzunehmen. Meine Beziehung zu meinem leiblichen Vater war nicht einmal besonders schlecht gewesen, sie hatte schlicht und ergreifend gar nicht existiert. Mein Vater war Psychiater und deshalb für alle Nöte anderer Menschen immer erreichbar; nur für uns hatte er sehr wenig Zeit. Er starb, als ich gerade 13 Jahre war. Wie hätte ich da glauben sollen, dass Gottes Vaterschaft anders sein würde?

Während eines Seminars hatte ich dann die folgende Vision: Mein Vater, meine beiden älteren Brüder und ich schwammen während der Ferien im Meer zu einer kleinen Insel hinaus. Ich kam völlig erschöpft und unterkühlt dort an. Als unser Vater mit uns zurückschwimmen wollte, wusste ich nicht, wie ich das schaffen sollte. Ich schwamm ein kurzes Stück und war dann am Ende meiner Kraft angelangt. Da kam mein Vater zu mir, drehte mir den Rücken zu und forderte mich auf, mich an ihm festzuhalten. Meine Angst schwand und ein Gefühl von grenzenlosem Vertrauen ergriff mich. Ich wünschte mir plötzlich, die Strecke würde unendlich weitergehen. Bald aber gelangten wir ans Ufer.

Gott begegnete mir durch diese Erinnerung gleich doppelt. Zum einen gab er mir meinen Vater zurück und ich erfuhr Heilung in meiner Beziehung zu ihm. Zweitens erlebte ich ihn aber auch in seiner göttlichen Vaterliebe. Ich wusste, er wird all meinen Nöten begegnen, mich nie verlassen, zuverlässig und immer da sein und rettend eingreifen.

Gott hat einen verborgenen Schatz in mich hinein gelegt. Wann immer ich jetzt von meinem himmlischen Vater Trost und Hilfe brauche, kann ich diese Erinnerung abrufen und mich sicher zum Ufer tragen lassen."

Es ist grossartig zu sehen, wie sich Gott über das Vaterbild des abwesenden und gestorbenen Vaters hinwegsetzte und sich Ruth als liebender Vater offenbarte.


Autor: Martin Bühlmann
Quelle: Gemeinde leben - Gemeinde lieben

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