Tennis-Profi Mary Pierce

Neues Leben und Sinn gefunden

17 Jahre lang gehörte Mary Pierce zur Weltspitze im Tennis. Die Französin holte zwei Grand-Slam-Titel: 1995 das Australian Open und 2000 das French Open. Und doch ist sie heute, nach ihrem Karriere-Ende, glücklicher denn je, so sagt sie. Die Sportlerin lebt auf Mauritius und erzählt dort anderen von dem, was sie so froh macht: von Jesus.

Zoom
Mary Pierce während ihrer Tenniskarriere
Ihr neues Leben hat nichts zu tun mit Glamour und Luxus. Mary Pierce lebt auf einem abgeschiedenen Bauernhof auf Mauritius. Dort arbeitet sie als Missionarin für die Organisation «Church Team Ministries». Der Ex-Tennis-Profi schwärmt: «Ich bin glücklich wie nie. Ich weiss schon, dass einige denken, dass mir jemand eine Gehirnwäsche verpasst hat. Aber die Leute haben keine Ahnung. Wenn ich Gott nicht kennengelernt hätte, wäre ich nach meiner Verletzung drogenabhäng oder Alkoholikerin geworden...»

Jesus gefunden

Schon in ihrer aktiven Zeit als Tennis-Profi findet Mary Pierce zum Glauben an Jesus. Sie wird aufmerksam auf eine Kollegin, die wegen ihres Glaubens gehänselt wird: «Dieses Mädchen war anders als alle anderen. Sie hatte gefunden, wonach ich immer gesucht hatte. Etwas, das die Leere in mir ausfüllen konnte.»

Als diese Sportlerin ihr erzählt, dass man eine persönliche Beziehung zu Jesus haben kann, ist Pierce verwirrt. «Ich dachte: Wie kann es sein, dass ich mein ganzes Leben lang in die Kirche ging und mir niemand davon erzählte?»

Eines Abend ist die junge Französin allein in ihrem Hotelzimmer. Sie hat gerade ein Match verloren und hat es satt, so weiter zu leben wie bisher. Unter Tränen fängt sie an, Jesus ihr Herz auszuschütten. Als sie einige Zeit später auf einem christlichen Radiosender ein Gebet hört, spricht sie es mit und lädt Jesus ein, Herr in ihrem Leben zu werden.

Sie fängt an, in der Bibel zu lesen und ist erstaunt, dass dieses Buch alle Fragen beantwortet, die sie jahrelang beschäftigt haben. In einem Vorort von Paris geht sie in eine Gemeinde und nimmt dort an ganz normalen Gemeinde-Aktionen teil. So geht das Tennis-Ass von Haustür zu Haustür und verkauft dort den überraschten Parisern Marmelade für einen guten Zweck. Auch ihre Preisgelder spendet sie von nun an für karitative Zwecke.

Karriere-Aus, doch das Leben geht weiter

Heute setzt sich Mary Pierce in Afrika für Witwen und Waisen ein: «Es ist ein Privileg für mich, dass ich hier mitarbeiten darf. Es macht viel Spass und ist ein Segen, den Kindern beim Wachsen zuzusehen und zu beobachten, wie sie sich durch die Liebe Gottes verändern.»

Und auch sie verändert sich. Sie schafft es, ihrem Vater Jim zu vergeben, der sie jahrelang durch Prügel und Beschimpfungen zu Bestleistungen antreiben wollte: «Die Wunden der Vergangenheit sind verheilt. Durch Jesus bin ich frei. Ich liebe meinen Vater und habe nichts gegen ihn.»

Über ihre neue Aufgabe  sagt die 39-Jährige: «Mein Leben ist jeden Tag eine Herausforderung. Aber es ist, als würde die Apostelgeschichte der Bibel vor meinen Augen real werden. Ich möchte ein Teil von dem sein, was Gott Gutes auf der Welt bewegt. Jesus hat sein Leben für mich gegeben und es ist mir eine Ehre, dasselbe für ihn zu tun.»

Zum Thema:
Motorrad-Rennfahrerin Laura Klock: «Erst durch Jesus fand ich Sinn im Leben»
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Datum: 22.01.2014
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch / ctminews.wordpress.com / bild.de

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