„Sunnemätteli“

Heilsarmee baut modernes Entlastungsheim für Behinderte

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Cécile und ihre Betreuerin bei einem Ausflug.
Das „Sunnemätteli“ wird neu errichtet: Am 14. August haben die Betreiber den Grundstein für den Neubau des Heilsarmee-Entlastungsheims für behinderte Kinder in Bäretswil im Zürcher Oberland gelegt. Der Neubau nach Minergie-Standard wird optimale Bedingungen für die Betreuung der Kinder schaffen.

Das Sunnemätteli in Bäretswil ist eines der wenigen Entlastungsheime in der Schweiz und das einzige im Kanton Zürich und in den umliegenden Kantonen. Die Heilsarmee führt es als Angebot für Eltern von meist schwer behinderten Kindern.

Wenn Eltern Entlastung brauchen

Das Entlastungsheim bietet 16 Plätze in zwei Gruppen und ist während 360 Tagen im Jahr geöffnet. Pro Jahr wohnen insgesamt rund 120 Kinder im Sunnemätteli. Aufgenommen werden Kinder im Alter von zwei bis sechzehn Jahren mit meist schweren geistigen und mehrfachen Behinderungen. Viele Eltern beanspruchen die Entlastung am Wochenende und während der Schulferien. Hinzu kommen längerfristige teilinterne Platzierungen sowie solche in Notfall- und Übergangssituationen.

Bisher kein Aufzug

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Das moderne Gebäude fügt sich ins hügelige Terrain ein.
Ein Neubau anstelle der beiden über 100jährigen Riegelhäuser, in denen das Heim seit bald 15 Jahren untergebracht war, drängte sich auf. Sie waren stark sanierungsbedürftig und entsprachen weder den Bedürfnissen des Heimes noch den behördlichen Auflagen. Die Wohnräume der Kinder waren in zwei Gebäuden auf mehreren Geschossen untergebracht. Ein Aufzug fehlte in beiden Häusern; infolge verschiedener Niveausprünge auf den einzelnen Geschossen waren sie nicht rollstuhlgängig.

Im Neubau alle Kinder auf einem Geschoss

Nach eingehender Diskussion mit Fachleuten und den zuständigen Amtsstellen gelangte die Heilsarmee als Bauherrin zur Überzeugung, die bestehenden Bauten durch einen eingeschossigen, durchgehend rollstuhlgängigen Neubau nach Minergie-Standard zu ersetzen. Dadurch können optimale und zukunftsgerichtete Rahmenbedingungen für den Betrieb des Heims realisiert und tragbare Investitions- und Betriebskosten gewährleistet werden.

Partnerschaft mit Staat und IV

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‚Unser Haus‘: Die Sunnemätteli-Kinder helfen bei der Grundsteinlegung mit.
Finanziert wird der 8,5 Millionen Franken teure Bau zur Hälfte von der Heilsarmee, der das Sunnemätteli gehört, sowie zu je einem Viertel vom Kanton Zürich und der Invalidenversicherung. Der Neubau soll im Herbst 2009 bezugsbereit sein. Der Heimbetrieb wird während der gesamten Bauzeit in einem Provisorium weitergeführt.

Lesen Sie auch: Sunnemätteli-Leiterin: "Gott kann mit den Schwachen viel bewirken"

Quellen: Livenet / Heilsarmee

Datum: 19.08.2008

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