Praxis wiederbeleben

Webseite will Familienandachten fördern

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Viele Eltern möchten die Kinder aktiv im Glauben unterstützen. Doch eine Umfrage unter christlichen Eltern ergab, dass nur eine Minderheit der Erzieher den Kindern regelmässig die Bibel näherbringt.

Die Webseite «Familienandacht» möchte das Anliegen täglicher Andachten in den Familien fördern und Ressourcen dazu empfehlen und vermitteln. Eine Umfrage unter evangelischen Familien bestätigt Handelsbedarf:

  • 34 Prozent dieser Familien praktizieren keine gemeinsame Bibellese mit den Kindern.

  • 19 Prozent beten nicht mit ihren Kindern.

  • 47 Prozent der so aufgewachsenen Kinder geben an, dass sie beten und Bibellesen nicht bei ihren Eltern gelernt haben.

  • 45 Prozent der Kinder geben an, dass ihre Eltern ihnen kein Vorbild im Glauben waren.

  • 63 Prozent der Teenager sagten, dass sie durch die Kinder- und Jugendarbeit gelernt haben zu beten und in der Bibel zu lesen.

  • 60 Prozent aller befragten Väter sagen, dass sie «wenig bis gar keine Zeit» für ihre Kinder haben, was durch 26 Prozent der Jugendlichen bestätigt wird.

Diese Ergebnisse bleiben nicht ohne Auswirkung auf Familien und Kinder, letztlich auch auf Kirchen und Gemeinden.

Die durchschnittliche christliche Familie weist in der Gesellschaft die gleichen Tendenzen zur Individualisierung auf: Schulische wie ausserschulische Förderung der Kinder, Vereine, Hobbys und Freunde nehmen Familien fast rund um die Uhr in Beschlag. Die Eltern, nicht selten beide berufstätig, nutzen die verbleibende Zeit – wenn überhaupt – um mit den Kindern Freizeitaktivitäten nachzugehen.

Warum Familienandacht?

Warum sollten Familienandachten gefördert werden? Spricht die Bibel überhaupt von einer solchen Praxis? Bereits bei Abraham wird beispielsweise die Belehrung der Kinder thematisiert: «Denn dazu habe ich ihn auserkoren, dass er seinen Kindern befehle und seinem Hause nach ihm, dass sie des Herrn Wege halten und tun, was recht und gut ist…» (1. Moses, Kapitel 18 Vers 19)

Man stelle man sich das Potential vor: Kinder die zehn, zwanzig Jahre tagtäglich das Wort Gottes zu hören bekommen und darüber nachdenken.

Das Gebet vor den Mahlzeiten oder dem zu Bett bringen der Kinder wird noch eher praktiziert. Die Tradition einer täglichen Familienandacht jedoch, ist in der deutschsprachigen Christenheit fast gänzlich untergegangen.

Praktische Anleitung

Auf der Webseite «Familienandacht» werden Vorschläge zum Ablauf einer Familienandacht gemacht. Ausserdem werden Fragen rund um die Andacht beantwortet wie: Warum sollten Familienandachten gefeiert werden; kann die Gemeinde das nicht besser; zu welcher Zeit sollten Familienandacht durchgeführt werden; woher die Zeit nehmen; wer leitet die Familienandacht; was gehört zu einer Familienandacht; wie lange sollte eine Familienandacht dauern; was kann ich tun wenn die Kinder desinteressiert sind und was, wenn Besuch da ist?

Webseite:
«Familienandacht» mit vielen Infos
Familienandacht: Gottes Wort im Alltag (Artikel in Magazin «Ethos»)

Buchtipp:
Jerry Marcellino: Der verlorene Schatz der Familienandacht

Datum: 15.02.2012
Autor: Bruno Graber
Quelle: Livenet

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