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Beratungsangebote im Internet

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Beratung übers Internet ist immer mehr gefragt.
Von einem neuen Interesse am christlichen Glauben ist hin und wieder die Rede, und dass die Kirchen wieder mehr Zulauf fänden. – Im Internet hat sich dieser Wechsel hin zur Religion schon längst vollzogen.

Dabei sind es nicht nur kirchliche oder irgendwie christliche Webseiten, auf denen Fragen des Glaubens diskutiert werden. In Diskussionsforen jeglicher Couleur schlagen die Wellen mitunter hoch, sobald es um Gott und die Welt geht. Beobachtern zufolge sind die meisten Beiträge aber durchaus ernstzunehmen – die aus Frust dahingeknallten ebenso wie die problembeladenen.

Hunderte Anfragen pro Monat

Gerade der Beratungsbereich hat in den vergangenen Jahren enorm zugelegt. Immer mehr Menschen schätzen es, in einer Not anonym in die Tasten greifen zu können. Im Internet sind sie ja sowieso, vor allem Jugendliche. So hat die Online-Beratung der Stadtmission Nürnberg allein im September 2005 fast 400 Mail-Anfragen von jungen Leuten erhalten. Von der parallelen Seite für Eltern machten rund 250 Personen Gebrauch. Innerhalb von 48 Stunden wird Rat erteilt, bei wiederholten Anfragen auch vom gleichen Berater, wie der Psychologe Bernd Grimmel erzählt.

Ergänzung zur Telefonseelsorge

Die Telefonseelsorge werde dadurch aber nicht überflüssig, betont Grimmel. In akuten Fällen sei sie sogar die bessere Wahl. Doch wer den Weg zu einer Beratungsstelle scheue, für den legt sich das Medium Internet nahe – je länger, desto näher. Die Kirchen haben diesen Trend erkannt. Die Evangelische Kirche in Deutschland, EKD, gehört hier sogar zu den Pionieren. Seit über zehn Jahren ist sie im Internet vertreten. Über ihr neustes Projekt will sie eine Online-Gemeinschaft entstehen lassen und technisch wie theologisch begleiten. Leiter sind der bayrische Landesbischof Johannes Friedrich und der EKD-interne Internet-Chef Thomas Brok.

Im Notfall die bessere Wahl

Das bayrische Konfiweb ist schon länger in Betrieb; ebenso das im Rheinland angeregte Trauernet oder die Katholische Internet-Seelsorge. Die nichtvirtuelle Begegnung in einer Gemeinde und das direkte Gegenüber eines Gesprächspartners können dadurch nicht ersetzt werden. Aber im Notfall fällt es vielen leichter, sich erst einmal via Tastatur auf jemanden einzulassen. „Die Menschen stellen im Internet die Frage nach Gott“, stellt Bischof Friedrich fest. Wenn Christen dafür ein offenes Ohr hat, sind sie auch selber gut beraten.

Hinter dem Beratungsdienst von Livenet.ch und Jesus.ch steht ein über 30köpfiges Team. Es erteilt per fachkundige Hilfen per Mail und weist im Bedarfsfall an Helfer aus der eigenen Region weiter.
Webseite: www.lebenshilfe.jesus.ch

Raten, helfen, vertrauen: die E-Mail-Seelsorger von Jesus.ch

Seelsorge.net – Rat und Zuspruch per Mail und SMS

Quellen: Rheinischer Merkur/EPVonline

Datum: 08.05.2006

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