Beschwerde gegen «Weihnachtsgeschichte» am Fernsehen

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Satiriker Frey hat die biblische Geschichte über die Geburt Jesu verulkt und lächerlich gemacht, so Leo Karrer.
Beschwerde gegen die Satire-Sendung des Schweizer Fernsehen mit Victor Giacobbo hat der emeritierte Freiburger Pastoraltheologe Leo Karrer erhoben. In der Sendung kurz vor Weihnachten hat der Kabarettist Patrick Frey mit seiner «Weihnachtsgeschichte», die «jeglichen Anstands spottet», religiöse Gefühle verletzt, beklagt Karrer in seiner Eingabe bei der Ombudsstelle des Schweizer Fernsehens in Bern.

In der Sendung vom Schweizer Fernsehen vom 21. Dezember präsentierte Frey eine sprachliche Verballhornung der Weihnachtsgeschichte. Aus Jesus wurde ein jeje, aus Gott ein gogo und aus dem Heiligen Geist ein heihei. Die Schlussbotschaft der Geschichte lautete: das "wuwu fo der unbefläckte ämpfämpf" (was so viel heisst: Das Wunder der unbefleckten Empfängnis).

Religiöse Gefühle verletzt

Die Art und Weise, wie Frey die biblische Geschichte über die Geburt Jesu verulkt und lächerlich gemacht habe, spotte jeglichen Anstands, betont Karrer. Frey habe die religiösen Gefühle all jener verletzt, denen die Weihnachtsbotschaft etwas bedeutet oder die Respekt vor anderen religiösen Meinungen haben.

"Wieder einmal wurde im schweizerischen Fernsehen demonstriert, dass Humor, Satire und Scherz mit geistlosem Ulk und Blödeln verwechselt werden", schreibt Karrer zuhanden der Ombudsstelle. Erschwerend komme hinzu, dass die "peinliche Einlage" kurz vor Weihnachten ausgestrahlt wurde. Dies unterstreiche den "Affront. Denn dieser kommt einer Verhöhnung des bevorstehenden Weihnachtsfestes gleich."

Ungleiche Ellen

Als vor zwei Jahren die Mohammed-Karikaturen "ungeahnte Proteste" auslösten, habe das Schweizer Fernsehen sehr beflissen auf die Ausstrahlung der anstössigen Bilder verzichtet. "Ist dies nicht eine ungleiche Behandlung zweier Ereignisse, die beide religiöse Gefühle verletzen?", erkundigt sich Karrer beim Ombudsmann des Schweizer Radios und Fernsehens DRS, Achille Casanova.

Die unangefochtene Medienfreiheit gebe kein Recht zur geistigen Verflachung der Werte und zur Verletzung religiöser Überzeugungen. Der offizielle Programmauftrag des Fernsehens wolle gerade die Verletzung religiöser Gefühle verhindern, unterstreicht Karrer im Brief, welcher der Presseagentur Kipa vorliegt.

Datum: 23.01.2009
Quelle: Kipa

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