In Italiens Kirchen

«Flüchtlinge sind aktive Gemeindemitglieder»

180'000 Menschen wurden im vergangenen Jahr vor Italien aus dem Mittelmeer gerettet. Viele der Flüchtlinge, die in das Land kamen, wurden an andere europäische Länder weitergeleitet, andere blieben vor Ort. Und viele von ihnen sind schon aktive Mitglieder in evangelischen Gemeinden Italiens.

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Multikultureller Gottesdienst (Symbolbild)
Dies erklärte die Evangelische Allianz Italiens (AEI) in einem Bericht. «Wir haben eine besondere Beziehung zu vielen Immigranten und kennen nur zu gut die Probleme, denen sie täglich in unserem Land begegnen», heisst es in dem Bericht und weiter: «Viele von ihnen sind sogar aktive Mitglieder unserer Kirche, unserer Organisationen und Missionsagenturen.»

«Unhaltbare Flüchtlingspolitik»

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Flüchtlinge aus Afrika in Italien.
Weiter sprachen sich die Verantwortlichen der AEI für eine bessere Migrationspolitik aus, welche die Flüchtlinge mit Würde behandle. Man verstehe die Schwierigkeiten, die seitens der Regierung in Bezug auf die Situation bestünden, doch sei die aktuelle Politik «unhaltbar» und «schädige möglicherweise die grundlegenden Menschenrechte».

Für Gerechtigkeit kämpfen

In der Bibel würde sich Gott besonders um die «Fremdlinge» sorgen. «Als Christen sind wir dazu berufen, für Gerechtigkeit für alle zu kämpfen, insbesondere für diejenigen, die unterdrückt und ohnmächtig sind.» (Sprüche, Kapitel 31, Vers 8)

Eine kohärente Politik sollte unter anderem, so die AEI, legale Reiserouten etablieren und die Zusammenführung von Familien sowie kulturelle und soziale Integration fördern, während die Vielfalt respektiert wird. Dabei sei die Evangelische Allianz Italiens bereit, «auf allen Ebenen mit Organisationen und Institutionen zu kooperieren».

Zum Thema:
Neuer Schwung: Was Flüchtlinge einer Gemeinde geben können
«Reisen des Todes» eindämmen: Christen in Italien wollen tausend Flüchtlinge aufnehmen
Flüchtlinge werden Christen: Ein Phänomen – auch in der Schweiz
«Nicht schweigen!»: Flüchtlinge brauchen Schutz und Würde

Datum: 11.01.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Evangelical Focus

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