Irische Bischöfe entschuldigen sich bei Missbrauchsopfern

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St. Teresa's Roman - Katholische Kirche in Tullyherron.
Dublin. Die irischen Bischöfe haben sich bei den Opfern kirchlicher Missbrauchsfälle entschuldigt. Die Vorfälle seien "umso schlimmer" gewesen, weil sie von denjenigen ausgegangen seien, die sich "im Namen Jesu Christi" um die anvertrauten Kinder hätten kümmern sollen. Dies erklärte die Kommission der irischen Bischofskonferenz am Montag. Um die Fehler der Vergangenheit anzusprechen, müsse die Kirche "analysieren, wie und warum man eine solche Umgebung der Gewalt zugelassen hat".

Nach einem vergangene Woche veröffentlichten unabhängigen Bericht wurden über Jahre hinweg mehr als 2.000 Kinder in kirchlichen Erziehungsheimen, Schulen und anderen Betreuungseinrichtungen in Irland misshandelt, geschlagen und sexuell missbraucht. Untersucht wurde ein Zeitraum von 60 Jahren bis in die 1980er-Jahre.

Entschädigung neu aushandeln?

Im Zuge des Skandals, der das Land erschüttert, ist ein innerkirchlicher Streit über Schadenersatzzahlungen an die Opfer ausgebrochen. Leitende Bischöfe sprachen sich für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen aus. Dies lehnten aber die 18 Gemeinden ab, die sich 2002 mit der Regierung auf eine Höchstgrenze für Schadenersatzzahlungen von 128 Millionen Euro geeinigt hatten.

 

In einer ersten Stellungnahme erkannten die Geistlichen und Ordensleute zwar "die Bedeutsamkeit der Ergebnisse" an, betonten aber zugleich, dass die Abmachung von 2002 nicht angetastet werden solle. Statt die Verhandlungen wieder aufzunehmen, wolle man sich um die Menschen kümmern, "die in unserer Obhut sehr gelitten haben". Was damit gemeint sei, wolle man in den kommenden Tagen genauer besprechen, hiess es. Die Regierung erwägt die Neuverhandlung; der justizpolitische Sprecher der Labour-Partei, Pat Rabbitte, nannte die Position der 18 Gemeinden eine "weitere Beleidigung" der Opfer.

 

Artikel zum Thema: Irlands Kirche "mit einem Fuss in der Hölle"

Datum: 28.05.2009
Quelle: Kipa

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