27. Mai, 19.30Uhr in Suhr
Islamische Welt
Die Yakan in den Philippinen
Etwa 100.000 Yakan leben vor allem auf der Insel Basilan in den
südlichen Philippinen sowie an der Ostküste der Zamboanga-Halbinsel von
Mindanao. Seit einigen Jahren wohnen mehr und mehr von ihnen in der
Stadt.
Traditionell sind die Yakan Bauern. Sie bewirtschaften ihr eigenes Land und bauen Kokosnüsse, Gummibäume, verschiedene Obstsorten und Süßkartoffeln an und verkaufen ihre Produkte an größere Konzerne oder auf dem Markt. Andere Arbeitsmöglichkeiten gibt es wenig und auch das Angebot von guten Ausbildungsmöglichkeiten ist begrenzt.
Da der Schulunterricht in der Landessprache stattfindet, die in den Familien aber nicht gesprochen wird, ist es für viele Kinder extrem schwierig, dem Unterricht zu folgen. Etwa 2/3 von ihnen geben irgendwann auf und verlassen die Schule als Analphabeten.
Seit Anfang der 1970er Jahre gibt es politische Unruhen in den südlichen Provinzen. Muslimische Aktivisten beanspruchen das Gebiet um dort einen unabhängigen islamischen Staat zu errichten. Die große Mehrheit der Bevölkerung möchte jedoch mit diesen Unruhen nichts zu tun haben. Oft werden sie von der einen Seite gezwungen Hilfsdienste zu leisten und dann von der anderen Seite beschuldigt Verräter zu sein und entsprechend behandelt. Entführungen, um Lösegeld zu erpressen, sind an der Tagesordnung. Manche versuchen, durch striktes Einhalten islamischer Regeln und zunehmend auch durch das Tragen „islamischer“ Kleidung, Seelenfrieden sowie die Anerkennung der religiösen Autoritäten zu gewinnen. Die meisten fürchten sich aber auch vor Geistern und anderen Mächten der unsichtbaren Welt, die sie durch Riten und Opfergaben besänftigen möchten.
Seit den 1930er Jahren wird das Evangelium auf der Insel Basilan von Einzelnen verkündigt. Es gibt jetzt eine ganz kleine Gruppe von Christen, die sich regelmäßig trifft und auch versucht, anderen von ihren Erfahrungen weiterzusagen. Die ländlichen Gebiete im Inneren der Insel sind bis heute praktisch unerreicht. Es gibt einige alttestamentliche Bibelteile und seit 1984 das ganze NT, außerdem die Verfilmung des Lebens Jesu, Videos über Joseph und Jona, christliche Radioprogramme, Lesefibeln und anderes Lesematerial.
Gebetsanliegen
- Wachstum der wenigen Christen, Mut, von Jesus weiterzuerzählen und offene Herzen bei den Hörern.
- Schutz vor Entführungen für In- und Ausländer, besonders bei Einsätzen im Inneren der Insel.
- Ein guter Empfang und positive Auswirkungen der Radiosendungen, der biblischen Schriften und visuellen Medien.
- Frieden in der Region, viel Weisheit für alle Verantwortlichen.
Weitere Gebetsanliegen für die muslimische Welt.
Quelle: SEA
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