Jemen

Neues von den Entführten

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Die schöne Seite des Jemen. (Foto: la imagen)

Neun Ausländer waren am 12. Juni 2009 in Saada, im Nordwesten des Jemen, entführt worden waren. Drei von ihnen wurden kurze Zeit später ermordet. Von den sechs Vermissten - einer deutschen Familie und einem Briten - gibt es nun ein Lebenszeichen.

Der Stellvertretende Premierminister des Jemen sagte vor wenigen Tagen vor Journalisten, dass die Sechs am Leben und bei guter Gesundheit seien. Die Regierung arbeite intensiv daran, sie freizubekommen. Zudem sei ein deutscher Unterhändler kürzlich in den Jemen zurückgekehrt, um weiter in diesem Fall tätig zu sein, berichtet ein Mitarbeiter eines Hilfswerks gegenüber Livenet. Der Informant möchte ungenannt bleiben.

Im Februar war ein Friedensabkommen zwischen der Regierung und der Houthi-Miliz unterzeichnet worden. Das Abkommen ist zwar fragil, wird aber im grossen und ganzen eingehalten. Der Zugang zur Provinz Saaba wie auch die Zusammenarbeit innerhalb der Provinz werden seitdem erleichtert.

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Strassenszene in Sana. (Foto: m kihr)

«Noch keine Spur»

Jemen-Experte Stefan Stammberg besuchte kürzlich das Land. «Es gibt noch keine klare Spur», sagt Stammberg. Die Entführten seien sehr beliebt gewesen. Die meisten Einheimischen würden darunter leiden, dass Fundamentalisten ihr Land heimgesuchten. «Sie wünschen sich mehr Toleranz.» Die derzeitige Lage würde viele frustrieren. «Ausländische Experten sind deswegen gegangen. Die medizinischen Nöte nehmen zu; ebenso auch die Lebenshaltungskosten.»

«Ausländer rein!»

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Jemenitische Kinder. (Foto: m kihr)
«Die Leute wünschen sich mehr Ausländer. Die Religion spielt dabei keine Rolle. Die Mehrheit der Einheimischen steht auch den Christen sehr positiv gegenüber und hat auch keine Angst vor Mission. Alles andere ist Humbug», erläutert Stammberg. «Die Türen sind weit offen. Christliche Experten sind sogar eingeladen, sich im Jemen zu engagieren.»

Nach dem Bürgerkrieg brauche das Land nun Ruhe für den Wiederaufbau. Wichtig sei auch, für den Jemen zu beten: für Stabilität, für die Freiheit der Entführten und um Kraft für die Angehörigen.

Datum: 06.05.2010

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