USA

Christen gemeinsam für Werte

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Robert George
Über 100 US-Christen - Orthodoxe, Protestanten und Katholiken - haben in einer Erklärung gemeinsame Grundlagen ihres Glaubens betont, die sie in der Gesellschaft vertreten wollen. Die Manhattan Declaration stellt den traditionellen christlichen Standpunkt zu Abtreibung, Ehe und Glaubensfreiheit fest. Im Kampf für ihre Prinzipien kündigen die Unterzeichner auch zivilen Ungehorsam an.

Die Erklärung wurde am Freitag veröffentlicht. Die prominenten Erstunterzeichner, unter ihnen Charles Colson, einer der Verfasser des Entwurfs, betonen, dass die Erklärung Christen im Kampf um grundlegende Werte des Gemeinwesens zusammenbringen soll. Laut Colson geht es darum, «alle ethischen Anliegen in drei grundlegenden Wahrheiten zu verankern».

Washington in demokratischer Hand

Robert George von der Princeton University verwies gegenüber Christianity Today darauf, dass in Washington Exekutive, Legislative und das Oberste Gericht für das Recht auf Abtreibung eintreten. Der Entwurf wurde im Januar 2009 an einem Treffen erstmals diskutiert, der Text im September fertiggestellt. Zu den bisher 125 Unterzeichnern gehören neun katholische Erzbischöfe und der Primas der orthodoxen Kirche in den USA.

Die Unterzeichner verpflichten sich gegenseitig, sich im Kampf für die biblischen Werte nicht einschüchtern zu lassen. Sie wehren sich gegen Gesetze, die verpflichten, gleichgeschlechtliche Paare gleich zu behandeln wie Ehepaare.

Nein zur Embryonenvernichtung und zur Sterbehilfe

In der Erklärung heisst es: «Wir werden uns nicht mit irgendeinem Erlass abfinden, der darauf abzielt, unsere Institutionen zu zwingen, an Abtreibungen, embryonenvernichtender Forschung, Suizidbegleitung und Euthanasie oder irgendeiner anderen gegen das Leben gerichteten Handlung teilzunehmen. Wir werden uns auch nicht einer Regelung beugen, die darauf abzielt, uns zu zwingen, unmoralische sexuelle Partnerschaften zu segnen oder sie als Ehen oder eheähnlich zu behandeln.» Offensichtlich treibt die Verantwortlichen die Sorge um, dass christliche Werke und Organisationen zunehmend durch Klagen in die Knie gezwungen werden könnten, wenn sie sich wie bisher verhalten.

Letzte Woche kündigten die Bischöfe der katholischen Kirche in den USA ihrerseits ein Dokument an, das die Ehe als etwas darstellt, das der Staat nicht definieren kann. George sagte, zum erstenmal in der Geschichte debattiere man darüber, die Ehe neu zu definieren.

Link zum Thema: Die Manhattan Declaration

Datum: 24.11.2009

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