Sambia im Freudentaumel
Danny – doppelt gesiegt hält besser
Der unerwartete Sieg am Africa-Cup lässt Sambia tanzen und mit ihm auch den jungen Danny. Obschon er Waise war, gelang es ihm, die Schule abzuschliessen. «Dank Gottes Hilfe», wie er sagt.
«Von der 6. bis zur 8. Klasse hatte ich Riesenprobleme», erzählt der mittlerweile 21jährige junge Mann Danny. «Mein Vater starb und ich wurde Waise. Zur ganzen Trauer kam die Sorge um die Schule - ich musste plötzlich alles selber finanzieren.» In Sambia sind Schulmaterialien und Schuluniformen nicht gratis.
Schweizer Werk hilft
Danny suchte sich verschiedene Gelegenheitsjobs, um sich seine Ausbildung weiter zu finanzieren. «Ausbildung war mir schon immer wichtig, damit ich mal Chancen auf einen guten Beruf habe.», erinnert er sich. Als er nicht mehr weiterwusste, bekam er Unterstützung von EFZ (Evangelical Fellowship Zambia), der Partnerorganisation von TearFund.
«Ich habe Gott gebeten, mir zu helfen», erinnert sich Danny. Und sein Gebet wurde erhört: Seither wird ihm seine Ausbildung finanziert, seine Leistungen verbesserten sich wieder und Danny hat heute einen Traum. «Ich möchte Maschinenbauer werden und mit dem Geld meine Familie unterstützen, damit sie ein besseres Leben haben kann.»
Fussball als Lebensschule
Danny ist begeisterter Fussballspieler. Auf dem staubigen Platz neben der Kirche kann er Stunden mit seinen Freunden verbringen. Doch der Sport bedeutet ihm mehr als nur Spass: «Mein grosses Vorbild ist der Fussballer Milito von Inter Mailand in Italien. Ich möchte gern so gut Fussball spielen können wie er. Er hat mich motiviert, mich wirklich anzustrengen, um meine Ziele zu erreichen.», erzählt Danny.
Der Sieg der Sambischen Mannschaft ist nicht der einzige, den Danny feiern kann: Mit einer Schulbildung hat er die besten Chancen auf eine Zukunft voller Perspektiven. Und hat damit den Sieg über die Armut errungen.
Hintergrund zum Afrika-Cup:
Im Afrika-Cup stiess Sambia zweimal ins Finale vor, der 1974 und 1994 aber jeweils verloren ging; 1974 gegen das damalige Zaire und 1994 gegen Nigeria. Bei der Ausgabe 2012 reichte es zum Sieg. Massgeblich beteiligt war ein Spieler, der seine Brötchen in der Schweiz verdient: YB-Stürmer Emmanuel Mayuka wurde mit drei Treffern Torschützenkönig des Turniers, Schätzungen zufolge verdreifachte der erst 21jährige Athlet damit seinen Marktwert.
Webseite:
Afrika-Cup 2012 (deutsche Seite)
TearFund
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Autor: Isabelle Vianden
Quelle: Livenet / TearFund
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