Vorderung des Hilfswerk UNICEF

Schützt Kinder in Kriegsgebieten!

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Zum 20. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention hat das Hilfswerk UNICEF einen besseren Schutz von Kindern in Kriegs- und Krisengebieten gefordert. Weltweit wachse rund eine Milliarde Kinder in Ländern auf, die in kriegerischen Auseinandersetzungen verwickelt seien, sagte Dieter Pool von UNICEF Deutschland am Freitag. Diese Kinder seien einer kaum fassbaren Brutalität und Gleichgültigkeit in ihren Ländern ausgesetzt.

Zwar habe sich die Zahl schwer bewaffneter Konflikte gegenüber den 90er Jahren verringert, hiess es weiter. Gleichzeitig habe sich jedoch auch der Charakter der Kriege geändert. Bürgerkriege, Staatsverfall und chronische Krisen wie in Afghanistan, im Sudan, in der Demokratischen Republik Kongo oder in Somalia forderten enorme Opfer unter der Zivilbevölkerung und schafften ganze Generationen «verlorener Kinder».

Nach Angaben des Heidelberger Instituts für Internationale Konfliktforschung gab es 2008 weltweit 39 «hochgewaltsame» Auseinandersetzungen. Schätzungsweise 250‘000 Kinder in 25 Ländern lebten in bewaffneten Gruppen und Armeen, so das UN-Kinderhilfswerk. Sexuelle Gewalt und Kinderhandel seien in vielen Krisengebieten an der Tagesordnung.

Schule ermöglichen

UNICEF fordert daher, ausreichende Mittel für Kinder in den Kriegsgebieten zur Verfügung zu stellen, um die Grundversorgung mit Nahrung, Wasser, medizinischer Hilfe, Unterkunft sowie für Schulbildung bereitzustellen. Gleichzeitig müsse gegen die Rechtlosigkeit in den Ländern vorgegangen werden, sagte Pool. Kinder- und Menschenrechtsverletzungen in Kriegsgebieten müssten dokumentiert und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.

Am 20. November 1989 hatte die UN-Vollversammlung das Übereinkommen über die Rechte des Kindes verabschiedet, das 1990 in Kraft trat. In der Konvention verständigten sich die Vertragsstaaten unter anderem auf den Schutz und die Betreuung von Kindern, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind. 193 Staaten haben das Abkommen ratifiziert. Damit sind ihm bis auf USA und Somalia praktisch alle Länder der Welt beigetreten.

Webseite zu den Kinderrechten: www.20-jahre-kinderrechte.de

Datum: 16.11.2009
Quelle: Epd

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