Es ist kalt!

Gott wärmt Menschenherzen

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Die Kälte fordert ihren Tribut. Niemanden lässt das kalt.

Können Sie sich das vorstellen? In Osteuropa frieren und hungern viele Menschen. Wir hören von 130 Kälte-Toten aus der Ukraine; über 2‘000 liegen in Spitälern mit Erfrierungen. Eine schlechte Infrastruktur, Korruption und verbreitete soziale Gleichgültigkeit seitens des Staates - die öffentliche Fürsorge steht vor dem Zusammenbruch. Gleichzeitig leben einige wenige Oligarchen, die das Land regieren, in rauschendem Luxus, während das Volk zugrunde geht. Die Schwachen sind die Verlierer. Zwar regt sich seit einigen Monaten ein gewisser sozialer Protest, doch die breite Masse ist passiv und frustriert. Ein Ende des Tunnels ist für sie nicht in Sicht.

Und das Elend kommt immer näher: Sogar in Italien, unserem unmittelbaren südlichen Nachbarland, sind bereits 40 Menschen erfroren! Ungewöhnliche Mengen an Schnee und eisiger Kälte blockieren Strassen, verursachen Stromunterbrechungen, schneiden Dörfer von der Umwelt ab. Der Zivilschutz leistet keine Hilfe. Grund: Der Staat hat die Finanzen gekürzt - wegen Schlamperei, Verschwendung und Korruption. Die Zeche zahlen die Betroffenen, vor allem Alte und Kranke.

Und wir Schweizer? Zwar sind wir von den Naturgewalten nicht so existenziell bedroht. Auch unser Umgang miteinander ist (noch) nicht unmenschlich geworden. Aber spüren wir die andere Kälte, die bei uns weit herum regiert? Diese Kälte, die Seelen verkümmern und  erfrieren lässt, so dass sie nicht mehr leben können oder wollen, ist weitgehend unsichtbar, aber ebenso lebensfeindlich. Bei unserem hohen Lebensstandard haben wir eine der höchsten Selbstmordraten weltweit.

In diesen Tagen drehen wir unsere Heizkörper weiter auf. Ich möchte aber noch viel mehr mein Herz öffnen, bereit sein für echte, herzerwärmende, menschliche Begegnung. Jesus hat es uns vorgelebt und uns aufgetragen, ihm nachzufolgen, Licht und Salz zu sein. Salz lässt Eis schmelzen, auch in Herzen. Gegenwärtig liegt es in grossen Mengen auf der Strasse, damit die Autos ungefährdet passieren können. Ich darf es in noch grösseren Mengen in Menschenherzen streuen: Gottes Liebe, die er mir bedingungslos schenkt. Annahme, Freude, Frieden und Geborgenheit erlebe ich von Jesus Christus und diese will ich aus Dankbarkeit meinen Mitmenschen zukommen lassen, damit es in unserem Land wieder lebensfreundlicher wird.

Annette Walder ist Leiterin Gebetsnetzwerk Deutschschweiz.

Webseite:
«Gebet für die Schweiz»

Buch zum Thema:
Lieben wie Jesus

Datum: 20.02.2012
Autor: Annette Walder
Quelle: jesus.ch

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