Kommentar

Erfolgreicher Einsatz für eine lebensfreundliche Stadt

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Das Dignitas-Haus rechts; im Hintergrund die reformierte Kirche in Wetzikon.

Die Stadt Wetzikon hat erfolgreich gegen das Ansinnen der Sterbeorganisation Dignitas gekämpft, in einem Haus nahe des Stadtzentrums Menschen auf ihren Wunsch zu Tode zu bringen. Das Bundesgericht hob am 6. September ein Urteil des Zürcher Verwaltungsgerichts auf, das Sterbebegleitungen in dem Haus in der gemischten Zone als vereinbar mit ruhigem Wohnen angesehen hatte. Die Lausanner Richter haben befunden, dass die Dignitas-Aktivitäten für Nachbarn eine zu starke Belastung darstellen können.

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Dem Leben dienen: Mit dem Bettagsfest feierten die Kirchen in der Öffentlichkeit gemeinsam.

Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli hat das Urteil akzeptiert (im Nachbarort Pfäffikon dient ein Haus im Industriegebiet für Sterbebegleitungen). Er hatte das Haus 2008 erworben. Darauf baute sich in Wetzikon starker Widerstand auf. Ein Komitee bildete sich; die Kirchen riefen zum Gebet auf, sammelten in kurzer Zeit viele Unterschriften und stärkten dem Gemeinderat den Rücken. Dies hat nach zähem Ringen zum Erfolg geführt: Die Zürcher Oberländer Stadt hat das Todeshaus in Sichtweite der zentral gelegenen reformierten Kirche und in unmittelbarer Nähe von Schulen verhindert.
Der Zusammenhalt der Christen in Wetzikon, durch diese Herausforderung gefördert, hat sich nun in einer Stadtputzete und im Bettagsfest gezeigt. Sie haben für das Wohl der Stadt gekämpft, indem sie der Kultur des Todes mit Gebeten, Unterschriften und Manifestationen ein Stopp-Signal entgegen hielten. Sie haben für saubere Strassenränder gesorgt und die Verpflichtung, Schwachen zu helfen, in ihrem Bettagsmandat gemeinsam bekräftigt. Es wurde getragen von den zwei Landeskirchen und fünf Freikirchen. Dieses Miteinander – im Einsatz für Lebensrechte, für Schwache und die Umwelt – hat Zukunft.


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