Cyber-Mobbing
Die Täter zum Guten reizen
Cyber-Mobbing in sozialen Netzwerken wie Facebook wird auch an Schweizer Schulen zu einem ernsthaften Problem. Aber es gibt auch Beispiele, wie dem Übel begegnet werden kann. Ein Berner Lehrer macht es vor.
Eine «Anti-Mobbing-Gruppe»
Zwar kann Cyber-Mobbing strafrechtlich verfolgt werden auch wenn es an sich diesen Straftatbestand nicht gibt, wie Martin Boess von der Schweizerischen Kriminalprävention versichert. Aber damit ist es nicht getan. Ein Mittel gegen das Übel ist die Aufklärung. Diese wird durch Experten der Kriminalprävention in den Klassen gemacht. Aber es braucht auch die positive Umsetzung. Martin Hotz, Lehrer an einer betroffenen Primarschulklasse in Bern hat vorerst durchgesetzt, dass seine ganze Schule nach den Sommerferien in einer Kampagne präventiv über Cyber-Mobbing informiert wird. Und die Täter, die einem seiner Schüler das Leben schwer machten, hat er zur Rechenschaft gezogen. Er verpflichtete sie, auf Facebook anstatt der «Hass-Gruppe» eine «Anti-Mobbing-Gruppe» zu eröffnen. Dazu brauchte es gar keinen Druck, denn seine Schüler waren begeistert und sagten: «Cool, eine Anti-Mobbing-Gruppe. Wann dürfen wir loslegen?»
Zum Thema:
Was tun gegen Cyber-Mobbing? – Tipps von Franz Eidenbenz, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP
Internetnutzung und Cybermobbing
Die Angst vor dem virtuellen Freund
Quelle: Livenet / NZZ am Sonntag
Tipps gegen Cyber-Mobbing.pdf (56.03 KB)

