Streit um Dachbemalung
«Jesus rettet»
Ein Christ schrieb in grossen weissen Buchstaben auf das Dach seines Bauernhofs in Giessenburg bei Rotterdam «Jesus rettet». Die Gemeinde Giessenburg ist davon gar nicht begeistert.
Wie «Die Presse» in ihrer jüngsten Print-Ausgabe berichtet, stossen die Wörter «Jesus rettet» – «Jezus redt» auf Niederländisch – auf Widerstand. Diese Worte hatte Joop van Ooijen in grossen weissen Buchstaben auf das Dach seines Bauernhofs in Giessenburg bei Rotterdam gemalt. Die Botschaft sei von vorbeifahren Autofahrern nicht zu übersehen.
Die Gemeinde Giessenburg findet das gar nicht gut. Bürgermeisterin Els Boot wollte, dass van Ooijen den Spruch auf seinem Dach übermalt. Der 58-Jährige wehrt sich: «Wir leben in einem freien Land und haben Religionsfreiheit. Ich bin Eigentümer dieses Hofes und darf eine solche Botschaft auf das Dach meines Hauses schreiben.»
Gericht gab Gemeinde recht
Darf er nicht, meinte auch das Gericht, das einer Klage der Gemeinde Giessenburg recht gab. Diese hat dem missionierenden Landwirt ein hohes Bussgeld angedroht.
Die gesetzte Frist ist nun verstrichen, doch van Ooijen ersann eine List: Da die Gemeinde ihren Unmut gegen die «störenden» weissen Buchstaben richtete, färbte er die Schrift kurzerhand um: «Wir haben das Wort ,Jesus‘ orange gefärbt. Das ist die Farbe der Könige, Jesus war ein König, und es ist auch die Farbe unseres Königshauses. ,Rettet‘ haben wir in einem dunklen Rot geschrieben. Schliesslich hat Jesus sein Blut für uns Sünder vergossen. In dieser Farbkombination ist meine Botschaft immer noch gut aus der Ferne lesbar». Und van Ooijen ergänzt: «Die Farbkombination mit dem Text passt jetzt wirklich gut in die Landschaft.»
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Quelle: Die Presse/Livenet

