Schweizerpsalm soll bleiben

Petition für Erhalt der Schweizer Hymne erreicht 58'000 Unterschriften

Nichts von einer neuen Nationalhymne will der Verein Helvetia Christiana wissen. Er hat bereits 58'000 Unterschriften für die Petition «zum Schutz von Schweizer Kreuz und Landeshymne» gesammelt. Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) hatte vor zwei Jahren einen neuen Text für die Landeshymne lanciert.

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Die Schweizerische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum, wie sich der Verein Helvetia Christiana mit Sitz in Thun nennt, reagiert mit der Petition auf «einflussreiche Privatpersonen, vereinzelte Politiker und die SGG«. Diese wollten den «Schweizerpsalm», wie die heutige Nationalhymne auch heisst, und das Schweizerkreuz abschaffen.

Die aktuelle Hymne würde als «schwülstiger, an den Wetterbericht erinnernden Text» kritisiert, schreibt Helvetia Christiana. 2015 stellte die SGG den Text für eine neue Landeshymne vor, der mit den Worten «Weisses Kreuz auf rotem Grund, unser Zeichen für den Bund» beginnt.

Die Aktion gegen eine neue Landeshymne hat Helvetia Christiana im Februar 2017 lanciert. Bis jetzt wurden 58'000 Unterschriften gesammelt, teilt der Verein am Mittwoch mit. Vorgesehen ist ein neuer Versand an 60'000 Haushalte. Dieser ist für Juni 2017 geplant. «Entsprechend hat unser Verein die Referendumsstärke erreicht», heisst es in der Mitteilung.

Mit dem Schweizerpsalm gegen die EU

Mit dem Erhalt von Kreuz und Hymne sollen die «Symbole der christlichen Schweiz respektiert» werden, schreibt der Verein in der Vorstellung des Petitions-Textes. Der Verein ruft zur Unterstützung der Petition auf, «damit dieser Akt der Verteidigung unserer Heimat und Vaterlandes weitergeführt werden kann».

Die «scheibchenweise Abschaffung unserer Identität, unserer Kultur und unserer Traditionen» muss aufgehalten werden. Gelinge es nicht, die «Zerstörung der Schweiz» aufzuhalten, dann hätten «wir keinen Grund mehr, der EU nicht beizutreten», heisst es im Text zur Petition weiter.

Zum Thema:
1. August-Feier: Schweizerpsalm bekommt Konkurrenz auf dem Rütli

Zukunft CH: Nein zur Verdrängung des Schweizerpsalms durch die Hintertür
Neue Nationalhymne?: Chris von Rohr: «Wer am Text mäkelt, hat ihn nicht begriffen»
Zum 1. August: Muslimin mag Schweizer Nationalhymne

Datum: 01.06.2017
Quelle: kath.ch

Kommentare

Ich rechne es dem sozialdemokratischen (!) Bundesrat Berset hoch an, dass er sich im Dezember 2015 auf eine parlamentarische Anfrage hin vom Projekt der SGG distanzierte. Die Schweiz brauche keine neue Hymne und der Schweizerpsalm müsse einen Vergleich mit modernen Schöpfungen nicht scheuen. Von den anderen sechs würde ich auch gerne etwas zu diesem Thema hören.

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