BASPO und Jugendverbände

Jungschinachmittag auf dem Bundesplatz

Am 1. Juli wird es auf dem Platz vor dem Bundeshaus in Bern lebendig zu und hergehen. Über 1'000 Jungschärler und ihre Leitenden werden live präsentieren, was man im Rahmen der Jungschi so alles macht. Aber eigentlich ist dieser Jungschinachmittag eine bewilligte Demo.

Zoom
Staffettenlauf in Schweizer Treffen 16 der EMK-Jungschis
Hintergrund des Aufmarsches der Jungschärler ist der Ausschluss von christlichen Jugendverbänden und Jungscharen aus dem Programm von Jugend und Sport (Livenet berichtete mehrfach). Ihnen wird vorgeworfen, die sportlichen Programmteile letztlich für missionarische Zwecke zu missbrauchen. Das Bundesamt für Sport BASPO kündigte die Zusammenarbeit mit zehn christlichen Jugendverbänden per Ende 2017. Sie können damit keine Leiter mehr ausbilden und in ihren Lokalgruppen keine Lager unter Jugend und Sport (J+S) mehr durchführen. Betroffen sind über 8'000 Lagerteilnehmer und 1'200 Leiter pro Jahr. Dagegen wehren sie sich.

Verbände wollen J+S-Partner bleiben

Zoom
Andi Bachmann-Roth
Die Zusammenarbeit mit J+S sei in all den Jahren ohne irgendwelche Beanstandungen verlaufen. Jungschararbeit sei ganzheitlich ausgerichtet. «Christliche Kinder- und Jugendarbeit ist wertvoll und unterstützungswürdig», sagt Andi Bachmann-Roth von der Jugendallianz. Junge Menschen würden ganzheitlich gefördert. Deshalb wolle man J+S-Partner bleiben. Betroffen sind die Jungscharen der Evangelisch-methodistischen Kirche EMK und vom Bund Evangelischer Schweizer Jungscharen BESJ, Youthnet der Schweizerischen Pfingstmission, Youthplus der BewegungPlus, die Adventjugend, Ligue pour la lecture de la Bible (LLB), Jeunesse Adventiste, Cycle formation jeunesse (Cyfoje), Grain de Blé, Association Repère.

Kommt alle nach Bern!

Gemäss Andi Bachmann-Roth, sind betroffene Jungscharen aus der West- und Deutschschweiz sowie Sympathisanten an der Veranstaltung vom 1. Juli in Bern herzlich eingeladen. Die Direktion für Sicherheit der Stadt Bern hat der Veranstaltung die Bewilligung erteilt. Die Organisation übernehmen Vertreter aus den betroffenen Jugendverbänden.

An der Kundgebung sollen dem Bundesrat Postkarten überreicht werden. Diese Fotoaktion läuft schon jetzt. Auf den Karten sind Beispiele aus der ganzheitlich ausgerichteten Jugendarbeit der christlichen Verbände abgebildet.

Zum Thema:
Drastischer Entscheid: Bund schliesst religiöse Jugendorganisationen von J+S aus
Kündigung von J+S: Der Staat schneidet sich ins eigene Fleisch!
26'195 Unterschriften: Petition zum J+S-Ausschluss geht an Bundesrat Parmelin
VFG-Leiterkonferenz: Freikirchen wehren sich gegen J+S-Ausschluss

Datum: 23.05.2017
Autor: Christof Bauernfeind
Quelle: idea Schweiz

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich neu, um diesen Artikel zu kommentieren.
Anmelden
Mit Facebook anmelden

Publireportage

Täglich inspirierend
Auf Livenet.ch können der Mann und die Frau von nebenan ebenso in einer News-Meldung vorkommen wie der Hollywoodstar. Dieser einzigartige Livenet-Mix ist es, der die Macher wie auch die Leser begeistert.

Anzeige

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Deutlich wiedergewählt
Die Wahl fiel deutlich aus: Die Abgeordneten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes haben Pfarrer Gottfried Locher als Präsidenten des Rats...
Kirchentag Zürcher Oberland
Im Zürcher Oberland bereiten 50 Kirchen gemeinsam einen Kirchentag vor. Vom 5. bis 8. Juli wollen sie mit der Bevölkerung feiern, nachdenken und sich...
Marsch fürs Läbe in Bern
«Abtreibung – der Schmerz danach!» lautet das Thema des 9. «Marsch fürs Läbe». Damit wird am 15. September 2018 auf dem Bundesplatz in Bern ein Tabu...
SAMW-Richtlinien
Ein Arzt muss selber entscheiden, ob er «Suizidhilfe» leisten will. Das hält die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) in...

Werbung

Kommentar

Ein Grabenkampf: Kinder – nur kostspielige Nervensägen?
Öffnet sich tatsächlich ein Graben zwischen Eltern und Kinderlosen? Ein Artikel in der...

Adressen

CGS ECS ICS

Werbung

Livenet Service