Neues Leitungsduo für die AGiK

«Wir machen nicht einfach auf Multikulti»

Die Arbeitsgemeinschaft interkulturell (AGiK) der Schweizerischen Evangelischen Allianz hat mit Carl Hardmeier und Samuel Kopp eine Co-Leitung bekommen. Der langjährige Leiter Martin Voegelin engagiert sich weiterhin für die AgiK.

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Neues Leitungsduo: Samuel Kopp (links) und Carl Hardmeier
Die Nachfolger von Martin Voegelin heissen Carl Hardmeier und Samuel Kopp. «Diese multikulturelle Doppelspitze verheisst sehr viel Spannendes», ist der 61-Jährige Voegelin überzeugt. Dem neuen Leitungsduo attestiert er viel Know how: «Der peruanisch-schweizerische Doppelbürger Carl Hardmeier ist sehr gut mit der Situation von Integrationsgemeinden vertraut. Samuel Kopp hat von Anfang an in der AGiK mitgearbeitet und bringt dank seiner langjährigen Erfahrung in Afrika wichtige Inputs mit.»
 
Als Geschäftsleiter der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Missionen (AEM) hat Martin Voegelin mitgeholfen, die AGiK aufzubauen. «Die Erneuerung des Leitungsteams war uns ein grosses Anliegen», sagt er. «Ich bin froh, dass ich nun Verantwortung abgeben und Raum für anderes schaffen kann.»

Dreifacher Auftrag

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Martin Voegelin
Die AGiK ist aus der Tätigkeit der MEOS und der AfA (Arbeitsgemeinschaft für Ausländermission) entstanden. Der Zusammenschluss wurde möglich, nachdem die interkulturelle Tätigkeit als gemeinsamer Auftrag aller AEM-Werke verstanden wurde. «Der eigentliche Startschuss fand an der AEM-Jahrestagung 2002 statt. Das Thema ‹Ausländer missionieren› war bewusst ambivalent formuliert: Ausländer reisen in die Schweiz, um hier zu missionieren, aber auch wir wollen sie erreichen. Wir signalisierten damit, dass wir ein aktuelles Thema anpacken wollen», sagt Martin Voegelin. Nachdem die «Spurgruppe für Ausländerfragen» zwei Jahre vorbereitet hatte, wurde die AGiK im Sommer 2004 gegründet.

Die drei Kerninhalte lauten: multikulturelle Initiativen und Gemeindeförderung, theologische und strategische Reflektion sowie Migrations- und Integrationsprozesse. «Diese Themen haben eine grosse gesellschaftspolitische Dimension. Die Komplexität hat uns anfänglich fast erschlagen», schaut Voegelin zurück.

Geistliche Identität stärken

«Etwas vom Spannendsten für mich sind die wachsenden Beziehungen zu Migrationsgemeindeleitern. Das Bewusstsein wächst, dass wir miteinander einen Auftrag für die Schweiz haben», sagt Voegelin weiter. Wichtig ist ihm dabei, «dass die geistliche Identität ausgeprägter ist als die schweizerische». «Ausländerfragen führen immer wieder zu Schnittstellen, die uns herausfordern. Wir machen nicht einfach auf ‹Multikulti›, sondern gehen eine wichtige Frage seriös an: ‹Wie gehen wir als Christen mit gesellschaftspolitischen Fragen um?› Wir handeln pro-aktiv, leben aber auch im Bewusstsein eines langen Weges.»
 
«Es ist Sturmflut heute. Die Fundamente kommen wieder zum Vorschein», stellt Martin Voegelin in Anlehnung an eine Aussage des Theologen Paul Schütz fest. Voegelin ist heute Geschäftsleiter von Global Focus, einer Dienstleistung für lokale Gemeinden, die ihr Gemeindeleben von lokal bis global missional ausrichten wollen. Er bleibt der AGiK erhalten und freut sich, zusammen mit seinen beiden Nachfolgern die Fundamente des christlichen Glaubens immer mehr sichtbar zu machen.

Datum: 02.02.2012
Autor: Thomas Feuz
Quelle: Livenet / ideaschweiz

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