Roger de Weck
Es braucht Wechselspiel zwischen Glaube und Vernunft
Die stete Suche nach dem Wechselspiel zwischen Glaube und Vernunft sei entscheidend, um zu einem Gleichgewicht zu finden, sagt Roger de Weck, Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft, in einem Interview mit den Freiburger Nachrichten.
Der traditionell katholische Kanton Freiburg werde noch lange vom Katholizismus geprägt bleiben, und dies «im besten Sinne», meint der gebürtige Freiburger. Selbst Menschen, die wenig in der Kirche anzutreffen seien, blieben zeitlebens «Kulturkatholiken».
Kapitalismus wird sich ändern
Die jetzige Wirtschafts- und Finanzkrise wird nach Ansicht von de Weck dazu führen, dass der Kapitalismus in wenigen Jahren anders aussehen wird als heute. «Krasse Fehlentwicklungen in der Finanzwelt und aberwitzige Wertvorstellungen eines kleinen Teils der Wirtschaftsführer» hätten die mittelständischen Unternehmen, «den gesunden Zweig des Kapitalismus», aufs Höchste gefährdet. Das werde nun korrigiert, «zu langsam zwar, aber zielstrebig». Im besten Fall werde daraus mehr Stabilität hervorgehen.
Webseite:
Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft
Quelle: Kipa

