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Burnout bei Müttern mit Kleinkindern

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«Ich bin Managerin eines kleinen Familienunternehmens». Das war ein Satz, den eine attraktive junge Mutter von zwei Kindern in einer Fernsehwerbung verwendete, um ihr Tätigkeitsfeld zu umschreiben. Dabei lächelte sie voller Elan und Tatkraft in die Kamera.

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Die Aussage hat in vielem seine Richtigkeit: junge Familien und vor allem die Mütter sind heutzutage wahrscheinlich die am meisten belasteten Gruppen unserer Gesellschaft. Der Mann ist in den meisten Fällen im beruflichen Weiterkommen involviert und selten Zuhause. Die junge Mutter managed den Haushalt und versorgt die Kinder. Die Mitarbeit in der Kindergottesdienstarbeit ist selbstverständlich. Zwischenzeitlich kommen immer wieder Anfragen an die junge Mutter, wann sie denn wieder arbeiten gehe, es sei ja sonst wohl zu langweilig zuhause, es wäre schon gut, wenn sie ihren Mann unterstütze.

Anerkennung für die Arbeit und den Einsatz der jungen Mütter gibt es häufig nicht, es ist ja «selbstverständlich» und früher seien ja Familien mit fünf und mehr Kindern normal gewesen. Die Managerin des Familienunternehmens hört bald auf zu lächeln, sie ist konstant übermüdet, leidet unter Kopfweh und Rückenschmerzen. Sie ist immer weniger belastbar, kann nicht mehr abschalten, verliert die Freude an der Sexualität, ist gereizt und unnahbar. Die Umwelt reagiert häufig mit Unverständnis und Ablehnung. Sie solle sich doch zusammenreissen. Die Nachbarin habe auch zwei Kinder und würde noch den kranken Grossvater pflegen. Und die junge Mutter sucht die Schuld bei sich und versucht mit letzter Kraft aus dem Strudel der Erschöpfung herauszukommen, gute Mutter und engagiertes Gemeindemitglied zu sein. Aber es wird immer schlimmer bis es zum Zusammenbruch kommt. Das sich langsam anbahnende Burnout wurde übersehen.

Lassen Sie es nicht soweit kommen! Hier einige Tipps, die helfen können:

  • Vergleichen Sie sich nicht mit anderen. Jedem von uns ist ein Quantum an Kraft und Spannkraft gegeben. Haushalten Sie damit!
  • Gehen Sie zu Ihrem Hausarzt: manchmal ist die Schilddrüse oder ein Eisenmangel verantwortlich an der Erschöpfung
  • Fahren Sie einmal weg. Ihre Familie überlebt auch, wenn Sie einmal ein verlängertes Wochenende nicht da sind
  • Lernen Sie NEIN zu sagen. Man hat Sie trotzdem gern
  • Hinterfragen Sie Ihre inneren Antreiber (z.B. «Ich bin nur eine gute Ehefrau/Mutter wenn ich…..»)
  • Erkennen Sie die Frühwarnzeichen Ihres Körpers
  • Seien Sie barmherzig mit Ihren Schwächen (Gott ist es ja auch)
  • Gönnen Sie sich nach Möglichkeit eine Haushaltshilfe, andere machen dafür Ferien auf den Seychellen

Und wenn Sie schon ein Burnout hatten?

  • Betrachten Sie es als Chance. Sie verstehen andere Menschen viel besser
  • Vielleicht kann es Ihnen helfen neue Weichenstellungen für Ihr Leben zu erkennen
  • Vielleicht konnte Gott Sie nicht anders bremsen?

Ein Erschöpfungssyndrom trifft oft diejenigen, die es allen recht machen wollen. Das können und müssen Sie auch nicht. Falls Sie erste Anzeichen bei sich bemerken, dann scheuen Sie sich nicht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Burnout ist eine Erkrankung und gut behandelbar.

Unter www.klinik-sgm.ch/muki erhalten Sie unter anderem Informationen über unser Behandlungsangebot für Mütter mit Babys.

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Anfragen und Kontakt
Klinik SGM Langenthal
Weissensteinstrasse 30
CH-4900 Langenthal
Telefon 062 919 22 11
info@klinik-sgm.ch
www.klinik-sgm.ch


Quelle: Klinik SGM

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