Kommentar

Deutschland Jahrtausendteam und die Stunde der Beter

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Arne Friedrich, Leistungsträger in der deutschen Nationalmannschaft (Foto: Steindy).
Wussten Sie, dass Deutschlands Nationalmannschaft die erfolgreichste des neuen Jahrtausends ist? Oder dass trotz Brasiliens frühem Aus eine «Beter-Fraktion» um die Plätze eins bis vier mitspielte? Hier ein paar kommentierte WM-Splitter.

Manche Facts fanden kaum Eingang ins mediale Rampenlicht. So blieb unbemerkt, dass Deutschland in diesem Jahrtausend die erfolgreichste WM-Nation ist. Als einziges Team stiessen die Deutschen bei den Endrunden 2002, 2006 wie auch 2010 in die Top 4 vor. Allen anderen Mannschaften gelang dies im gleichen Zeitraum nur jeweils einmal.

2002: Brasilien (wurde am Turnier Weltmeister), die Türkei und Südkorea; Deutschland erreichte Rang zwei. 2006 war Deutschland wieder vorne dabei, diesmal als Dritter, die übrigen besten Vier waren gegenüber 2002 ausgewechselt: Italien wurde Weltmeister gegen Frankreich, Portugal sicherte sich Platz vier. Und während Deutschland auch 2010 bis zuletzt dabei war und erneut Rang drei belegte, waren die anderen drei Plätze wiederum anders belegt: Spanien siegte gegen Holland, während Uruguay mit dem vierten Platz ebenfalls ein Überraschungserfolg gelungen ist.

Neidisch werden braucht man als Schweizer dennoch nicht; während Deutschland gegen Weltmeister Spanien verloren hat, konnte die Schweiz diesen besiegen, zudem ist die Schweiz im Monat Juli 2010 im Gegensatz zu Brasilien, Argentinien, Holland und Deutschland noch ungeschlagen - was angesichts der spielfreien Zeit freilich im Rahmen des Möglichen liegt.

Da und dort machte sich Häme breit, als die betenden Brasilianer ausschieden. Gebet schien also doch nicht zu helfen - ein Trugschluss, denn in jedem der Top vier Teams bekannten sich Spieler zu Gott. So etwa Uruguays Edinson Cavani, Deutschlands Arne Friedrich, Cacau und Jerome Boateng. Der niederländische Leader Wesley Sneijder sagte vor der WM: «Mein Glaube gibt mir Kraft!»

Kurz vor dem Abflug nach Südafrika liess er sich in einer Mailänder Kapelle katholisch taufen, durch seine zukünftige Frau habe er zum Glauben gefunden. Täglich betet er laut «Zenit» zusammen mit seiner geliebten Yolanthe das Vaterunser. Und vor jedem Spiel suche er sich einen Ort zum stillen Gebet.

Und auch im spanischen Team findet sich ein Beter: «Jesus ist mein grösstes Glück», sagt Weltmeister Marcos Senna. Nichts ist also mit der Niederlage der Beter geworden: Brasilien scheint jede Menge Stellvertreter gefunden zu haben. Statt nur eines einig Teams von Betern kämpften ab dem Halbfinale gleich vier mit Betern bestückte Mannschaften um den Titel.

Zum Thema:
Das WM-Dossier von Jesus.ch
Fussballprofi Marcos Senna: Mein grösstes Glück ist Jesus
Halbfinalist dankt Gott

WM-Fussballspieler sprechen über Gott

Datum: 12.07.2010

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